Knast statt Altersheim Teil 6

Wie wir schon berichtet hatten, war der Dieter leicht gehbehindert und so konnte er nicht mehr alle Tätigkeiten in vollem Umfang verrichten, die den dreien notwendig erschienen, einen Bankraub auszuführen. Von daher war seine Rolle von Vornherein auf das Wache schieben, Schmiere stehen oder wie man es sonst nennen will, beschränkt. Dieter und Werner trauten dem Jan den größten Mut zu, weil dieser sich im Berufsleben schon mit einer ziemlich rauhen, internationalen Sippschaft hatte rumplagen müssen. Nun waren dann die Rollen klar verteilt: So geht es los mit Knast statt Altersheim Teil 6!
Der Dieter würde sich auf eine Bank setzen. Da am Zentralfriedhof auch die Straßenbahn endete, waren einige davon vorhanden. Friedhofsbesucher sind nicht immer die jüngsten und so hatte die Stadtverwaltung ein Einsehen gehabt und für Sitzgelegenheiten während des Wartens auf die nächste Bahn gesorgt.
Der Werner sollte am Eingang der Bankfiliale stehen bleiben und dem Jan, für den ja nur noch dieser Part blieb, beim Rauben den Hinweis auf Gefahr geben, sowie zufällige Kunden der Bank mit dem Hinweis auf eine interne Untersuchung den Zutritt verwehren. Soweit – sogut.
Da der Dieter und der Werner unmaskiert ihren „Job“ erledigen konnten, musste eigentlich nur der Jan eine Maskierung verwenden. In seiner Wohnung vor dem Spiegel probierte er alle möglichen Dinge aus, wie z. B. eine Pudelmütze, eine Damenstrumpfhose, eine Papiertüte mit Augenlöchern usw. Schlussendlich musste auch der Zeitpunkt des Überfalls gewählt werden. In Ermangelung einschlägiger Erfahrungen suchte man dem Problem mit Logik beizukommen. Besonders an Wochenenden war der Friedhof gut besucht und es wurden Blumen und Gestecke in den Läden am Endpunkt der Tram gekauft. Es konnte doch sein, dass dieses Geld in die nahe Filiale gebracht würde, damit die Ladenbetreiber diese Einnahmen nicht mit nach Hause nehmen mussten, wo auch immer das war. So fand man denn den Montag als aussichtsreichen Tag, es müsse aber so früh sein, dass der Geldtransportdienst diese Filiale noch nicht angefahren sei, also kurz nach Öffnung der Bank um 8 Uhr 15.
Sorry Boss, my doctor ordered me not to carry any more than 4 kilos.
Gesagt, getan. Man fuhr mit der Bahn, die Montags um 7 Uhr 35 am Friedhof ankommt und ging dann noch ein wenig spazieren, bis der gedachte Zeitpunkt erreicht war. Dann setzte sich der lahme Dieter auf die Parkbank und tat, als lese er eine Zeitung, bereit mit einer Trillerpfeife ein unverfängliches Signal zu geben. Jan fasste die Pistole in seiner Tasche und hielt in der Linken eine zusammengeknüllte Strumpfhose. Diese streifte er kurz vor der Eingangstür über und schritt forsch in den Kassenraum. Wortlos gab er dem Kassierer die eine Tüte und machte mit dem Revolver Zeichen, die der verängstigte Mensch hinter der Scheibe als Aufforderung verstehen sollte, alles Bargeld in die Tüte zu tun. Um die Sache zu beschleunigen, schlug er mit dem Knauf der Walter PP gegen die Scheibe, was den Kassierer anscheinend noch mehr erschreckte. Zitternd gab er den Plastikbeutel zurück. Immerhin hatte auch der Jan dabei soviel Angst, dass er sich in die Hose machte und nach kurzer Zeit fing es fürchterlich an zu stinken.
Jan rannte nun aus der Tür und steckte die Pistole wieder in die Hosentasche. Dann riss er mit der rechten Hand die Strumpfhose vom Kopf und zwang sich, ruhig und gelassen auszusehen. Unterwegs gab er die Tüte mit dem Geld an den Werner weiter, der diese in einem mitgebrachten Sportbeutel tat. Werner bestieg die abfahrbereite Strassenbahn und wartete in der Wohnung vom Jan auf die anderen beiden, die laut Vereinbarung erst eine Weile später kommen sollten.Noch auf dem ganzen Heimweg durch den Friedhofspark verbreitete Jan einen durchdringenden Gestank nach Kacke. Manche Friedhofsbesucher drehten sich verwundert nach dem alten Mann um, der so auffällig roch.
Als alle daheim waren, zählten sie das Geld und die Enttäuschung sass tief: Für nur 2340 Euro hatten sie sich so angestrengt. Nachdem die „Unkosten“ für Waffen und Munition abgezogen waren, hatten sie gerade genug Geld, um den nächsten Coup zu planen, denn, da waren sie sich einig, mit so wenig werde man nicht lange genug eingesperrt, um seinen Lebensabend warm, trocken und satt im Gefängnis zuzubringen.

Trotzdem hatten die 3 noch viel Glück gehabt, denn in jeder anderen Bankfiliale wäre ihr Abenteuer jezt zuende und sie hätten in einem öden Untersuchungsgefängnis auf den „krönenden“ Abschluß ihrer Laufbahn als Kapitalverbrecher warten können.
Es hätte ihnen auch so gehen können!
Sowas ungefähr schleppten sie mit sich rum:

Knast statt Altersheim Start

Hier geht`s los mit der Geschichte: Knast statt Altersheim Start.

Die Sache mit derKreuzfahrt statt Altersheim scheint doch vielen Lesern einleuchtend gewesen zu sein, vor allem natürlich unter dem Kostenaspekt. – Es gibt aber noch eine zweite Methode, von der ich soeben erfahren habe. Auch sie erscheint völlig einleuchtend, wenn man sie Punkt für Punkt durchrechnet. Man bracht dazu etwas Mut, eine gute Idee und eine Kalaschnikof, wobei es auch eine Uzzi , eine Beretta,eine Häckler & Koch oder eine andere funktionierende MP tun würde. Hier mal ganz von vorne zur Situation einiger Rentner, und diese ist nicht an den Haaren herbeigezogen, wie man unschwer in einigen Gesprächen herausbekommen kann.

Herr, nennen wir ihn mal Draballa, wurde mit 62 Jahren Rentner, nachdem er seit seimen 51 Jahr arbeitslos gemeldet war. Da wurde es nichts mehr mit der üppigen Altersruhe, denn ihm blieben noch 750 Euro, von denen er über hundert Euro Krankenkassenbeitrag blechen musste. So waren es schließlich nur noch 615 Euronen, mit denen er wirtschaften konnte. –

Die (Kalt) Miete für seine Wohnung war inzwischen auf 230 Euro gestiegen und die restlichen 385 Euro waren noch nicht etwa der Grundbetrag, von dem er leben konnte. Die Stadtwerke hatten inzwischen seine monatliche Strompauschale auf 61 Euro erhöht und wegen der gestiegenen Heizölpreise war die Heizpauschale auf 71 Euro monatlich geklettert. Schwupp war man bei 253 Euro. Nun können ja die Müllabfuhr, die Wasserwerke und der Telefonprovider nicht völlig umsonst arbeiten, aber nun endlich schienen ihm noch 185 Euro zum (Über)Leben zu bleiben.

Da war aber doch noch die Sterbegeldversicherung, seine Enkel sollten schließlich nicht durch seinen Tod arm werden, da war auch noch die GEZ, schließlich war das Fernsehen fast sein einziger Kontakt zur Umwelt, da war auch noch eine Zusatzzahnversicherung, die KV der Rentner war auch dabei nicht besonders großzügig, wie alles in Deutschland oder in der Welt, was sich in ruhigen Zeiten Versicherung schimpft, in Krisenzeiten aber als Panzerschrank ohne Öffnung entpuppt. Rechnet man noch die Zuzahlung für die Medikamente von Herrn Draballa mit ab, den monatlichen Bedarf an Toilettenartikeln usw. dann blieben alles in allem noch etwas unter 100 Euro für Nahrung und Kleidung.

Da die Rentner allgemein weiterhin mit Nullrunden, ja de fakto mit Rentenkürzung wegen Inflation und hohen Pflege- und Krankenversicherungsbeiträgen rechnen müssen, bleibt abzusehen, wann Herr Draballa entweder seine Miete nicht mehr zahlen kann oder die Heizung einsparen muss, oder halt die Ernährung gegen Null fahren sollte.

Maschinenpistolen

Ist es das, was ein Rentner heute braucht? Kalaschnikov, Beretta, Uzzi!

Jedenfalls begann unser Held zu grübeln. War das der Dank für die Schwerstarbeit auf Werften und auf dem Bau, die er oft unter Lebensgefahr für das aufstrebende Deutschland geleistet hatte? War das der Dank, dass er gegen Ende seines unfreiwillig durch eine große Pleite seiner letzten Firma abgebrochenen Erwerbslebens hunderte von – damals – D-Mark an Abzügen für Rentenversicherung gezahlt hatte? Irgendwie war er mit diesem „Dank“ nicht ganz zufrieden und sann auf Nachbesserung. Je mehr er verglich, wie jene Politiker lebten, die ihm diese ganze Misere mit ihrer Lobbyistenwirtschaft eingebrockt hatten, und jene Kumpels von früher, denen es genau wie ihm vergleichbar bescheiden ging, umso mehr kam ihm der Gedanke, dass hier eine ganze Generation den Buckel für Großkopferte hinhalten musste. Knast statt Alterheim Start.  Hier geht’s los.

Das also war Knast statt Altersheim Start. Wird fortgesetzt

Knast statt Altersheim Teil 7

TeebaumölWährend die drei alten Freunde noch ihren letzten Coup und dessen mageres Ergebnis durchdachten, machten neue Erkenntnisse oder Gerüchte die Runde, die alle 3 betrafen. Zum einen waren es die erhöhten Sicherheitsumbauten auch bei kleinen Banken, zum anderen war ein Gerücht in Umlauf, nachdem die deutschen Sozialversicherungen Leuten, die über 20 Jahre Rente bezogen hatten, einen „Todesengel“ schicken würden. Nicht so einfach mit dem Knast statt Altersheim Teil 7.
Diese Todesengel würden z. Teil auch unter der Ärzteschaft angesiedelt sein. Es gäbe da bestimmte Medikamente, bei denen stehe ganz eindeutig im Beipackzettel, dass plötzliche Todesfälle einzukalkulieren seien. Auch die ambulanten Pflegedienste seien in ähnlicher Mission unterwegs, wenn sie alten Leuten das Essen brächten oder diesen bei täglichen Verrichtungen hülfen. Da sei es besonders einfach, sie brauchten nur die Folien der abgepackten Mahlzeiten mit einer Injektionsspritze durchstechen und schon esse der Patient seine Henkersmahlzeit.
Auch in Altersheimen seien Vorkommnisse wie unerklärliche Todesfälle besonders unter älteren Insassen besonders häufig. Die maroden Sozialkassen würden jede Gelegenheit wahrnehmen, die älteren Mitbürger ins Jenseits zu befördern. Da waren Pflaster, die während des Hautkontaktes ein Gift abgaben, da waren Gifte, die erst nach Tagen wirkten und nicht nachgewiesen werden könnten usw. Besonders der sogenannte medizinische Dienst sollte angeblich nur aus Mördern bestehen, weil die Pflegeversicherung lange pleite sei. (Achtung: Glauben Sie das nicht. Es war lediglich ein Latrinengerücht wie es manchmal grassiert.)

Auch wenn das alles eher Gerüchte waren, so trug das nicht zum geduldigen Ertragen ihres Schicksals bei den 3 Freunden bei. Da man ohnehin nicht unbedingt den Himmel auf Erden hatte, wäre ein solcher – vielleicht ganz sanfter – Tod ja nicht einmal das Schlechteste, aber womit hatte man den dann verdient?

Auch das zweite Thema trug nicht zur Beruhigung der drei altgedienten bei. So soll es unter den Banken das große Sicherheitsumbauen gegeben haben und die Filiale, die sie beraubt hatten, war wahrscheinlich die letzte in der Stadt, die so einfach zu bestehlen gewesen war. Inzwischen waren automatische Türschließer, Standleitungen zur Polizei, Videokameras die Regel und nur ein ungeheures Glück hatte die Freunde davor bewahrt, gleich beim ersten Versuch in eine dieser Fallen zu tappen. Man musste sich wohl oder übel ein anderes „Objekt“ aussuchen.

Einschnitte ins Sozialnetz

Bild: heute noch Karikatur, aber wie lange noch, wenn die Sozialkassen so weiterwurschteln dürfen.?
Tax office cutting the property  of pensioner

So ist das mit Gerüchten: Zuerst erkennt man es als solches, dann aber schaltet das Gehirn um auf selektive Wahrnehmung. Nun scheint jede neue Nachricht genau die Lücke zu füllen, die man noch als Beweis erwartet hatte. Eine schlimme Situation, besonders wenn dabei Menschen in Verdacht geraten, die man sonst als loyal und integer angesehen hatte.
Nicht zu fassen:

Knast statt Altersheim Teil 2

Im letzten Kapitel begann die Schilderung des Schicksals von Jan Draballa, der als Kleinrentner nun kaum noch existieren kann. Wie kam er nun dazu, eine Opa-Gang zu gründen. Das will ich hier in Knast statt Altersheim 2 erzählen. Es begann alles damit, dass er ab und an mal im Altersheim vorbeiging, wo zwei Bekannte von ihm untergebracht waren.Eigentlich war es nur ein Bekannter, der Dieter. Der war ein früherer Arbeitskollege bei einer großen Firma gewesen und lebte nun im Altersheim in der Moltke-Straße. Dort gab es fast nur alte Frauen und daher hatte der Dieter sich mit dem Werner angefreundet, der einmal am Theater als Edelkomparse ein interessantes aber wenig einträgliches Leben gefristet hatte. Die beiden waren 66 Jahre und seit zwei Jahren im Altersheim, weil die Kinder kein Platz in deren Wohnungen hatten und eine neue eigene Wohnung konnten sie sich in der Stadt mit knapp 700 Euro Rente nicht leisten. Nun hatten sie zwar Unterkunft, Verpflegung und einen fast geregelten Tagesablauf, trotzdem waren sie mit ihrer Situation nicht zufrieden. Sie mussten schließlich ihre komplette Rente dem Heim überlassen, bekamen nur 40 Euro Taschengeld und das Sozialamt schaute trotzdem immer noch nach, ob bei ihren Kindern etwas zu holen war.

Sparen bis zum KnastBei schönem Wetter saßen alle 3 im Garten des Heimes auf ein Bank und erzählten aus ihrem Leben. Dabei kamen sie schnell darauf, dass keiner mit seiner Situation zufrieden war und keiner fühlte an seinem Schicksal eine eigene Schuld.
Ihr größter Fehler war, dass sie als Kind armer Eltern geboren wurden und nach Schule und Lehre genug zu kämpfen hatten, um sich und ihre Familien über Wasser zu halten. Nun, wo sie ihre staatsbürgerliche Pflicht erfüllt hatten, schob man sie ab und ließ sie mit ihrer Langeweile allein. So beginnt Knast statt Altersheim Teil 2.
Sie konnten sich nicht einmal besaufen, denn dazu fehlte das Geld. Zu Fussball, ins Kino zu gehen, oder sonst etwas kostenpflichtiges zu unterhemen, war praktisch unmöglich. Desto öfter sie zusammenkamen und je mehr sie diskutierten schien sich herauszustellen, dass es einzig und allein an Geld fehle. Mit genügend Geld könnte man sich eine gemeinsame Wohnung nehmen, eine Putzfrau oder Köchin einstellen, vielleicht sogar essen gehen, bessere Gesundheitsvorsorge bekäme man, usw. usw.

Heute kann man nicht mehr sagen, wer als erster den Vorschlag machte, man könne doch einfach eine Bank ausrauben, denn dort liege immer genug Geld, es werde nur falsch verteilt. Zunächst wiesen aber alle 3 den Gedanken weit von sich. Dann begannen sie zu vergleichen, was denn im Gefängnis anders sei, als ihre jetzige Situation.
Man suchte sich Jan aus, der ja seit seiner Werftzeit ziemlich unbekümmert in berüchtigte Hafenkneipen gehen konnte. Er solle sich bei einem der dort verkehrenden „Knastologen“ nach den Haftbedingungen im Zentralgefängnis erkundigen. Man legte sogar 10 Euro zusammen, damit  er etwas Verzehrgeld mitnehmen konnte.  Die anderen beiden würden bis zur nächsten Woche gespannt auf seinen Bericht warten. Ausserdem wollten sie nunmehr sicher gehen, dass sie unbeobachtet seien und beschlossen, sich zukünftig in der Wohnung vom Jan am Ende der Moltkestraße zu treffen.

Was meinen Sie, kann das gut gehen? Armateure in dem Alter? Übrigens hier ist die Geschichte losgegangen!  und hier geht sie weiter!

„Kunden“, die man nicht braucht.

Was sind Kunden, die man nicht braucht? Irgendwann denkst Du: Oh, jetzt habe ichs geschafft. Ein großer Auftrag von einem solventen Kunden. Na toll, aber was dann kommt übertrifft deine kühnsten Albträume. Ein großes Kinderheim hatte ein kleines Reinigungsunternehmen beschäftigt und war eigentlich auch recht zufrieden mit dem. Nun kam aber eines Tages der oberste Geldgeber aus einer fernen Großstadt und sagte dem Heimleiter klipp und klar, dass die Unterhaltsreinigung billiger werden müsse. Da der Reinigungsunternehmer schon am Limit arbeitete, konnte er natürlich nicht billiger werden, im Gegenteil, er hätte im nächsten Jahr die Preise erhöhen müssen.

Auch ausländische Behörden können fies sein…

Türkisch Zoll

Der Heimleiter kam nun auf die Idee, dort wo die Putzfrauen schon gereinigt hatten, wieder etwas „zu hinterlassen“. So schmierte er Senf an eine Mikrowelle, warf ein Papiertaschentuch unter ein Bett und viele solcher Sachen mehr und meinte, die Reinigung sei nicht korrekt und müsse nun billiger werden. Das Ende vom Lied war, dass nun eine andere Firma dort reinigen geht, die aber wesentlich teurer und unzuverlässiger ist.

Auch „Schwarzarbeiter haben Kunden, die man nicht braucht. „Private“ Putzfrauen haben mir berichtet, wie auf diese Art auch Eigentümer von Ferienwohnungen oder Vermieter versuchen, die Arbeit der Kolleginnen herabzuwürdigen und damit „billiger“ zu machen, indem sie immer ein paar Krümel in der Hand haben, diese unbemerkt auf den Teppich fallen lassen und behaupten, die Kolleginnen hätten nicht sauber gesaugt und müssten weniger Geld bekommen . Es klappt in der Regel nicht, wenn doch, dann nur ein einziges Mal.

Noch ein Beispiel aus erster Hand: Ein Heizungsbauer hatte eine wunderschöne Heizung eingebaut und ausprobiert, sie funktionierte einwandfrei. Er wartete nun voller Erwartung auf den vereinbarten Preis vom Auftraggeber. Dieser schrieb aber nur einen bösen Brief, die Anlage funktioniere nicht und der Handwerker möge doch nachbessern.

Der Fehler war schnell gefunden: Es waren an 2 Stellen Kupferrohre mit Zangen zusammengedrückt, so dass kein Wasser fließen konnte. Die Rohre wurden saniert und wieder wurde alles ausprobiert. Was soll ich viel erzählen, das geschah noch 2 mal.

Nun aber kam der Hammer: Der Auftraggeber ließ einen Sachverständigen kommen und der bescheinigte ihm, dass die Heizungsanlage an mehreren Stellen „geflickt“ worden sei, und deshalb der vereinbarte Kaufpreis nicht in voller Höhe bezahlt werden brauche.

Ich kann hier nicht behaupten, dass der Bauherr die Rohre gequetscht hatte, aber der Handwerker war es sicher nicht, denn er ging gleich an seinem ersten großen Auftrag in die Insolvenz.

Manchmal sind ja auch Feriengäste Kunden und auch da habe ich ein lustiges Beispiel. In ein Appartement in einem sehr teuren und vornehmen Badeort zog ein Kunde ein. Dem gefiel die Wohnung nicht besonders und deshalb überlegte er, was er gegen seine gegenwärtige Bleibe wohl ins Feld führen könnte. Selbst bei der Sauberkeit gab es nicht viel zu meckern. Schließlich zog er an der Küchenzeile ein Zierleiste ab, wofür man normalerweise einen Schraubenzieher braucht, und siehe da, dahinter war alles voller Fettflecken.

Er rief sofort den Reinigungsdienst an, um einen Zeugen zu haben. Die Putzfrau kam umgehend, machte die Fettschicht weg und – was der Gast nicht sah, sie machte auch ein Foto, um sich bei ihrer Firma zu rechtfertigen.

Die Leiste zwischen Arbeitsplatte und Fliesen wurde vom Gast abmontiert.

Vor Gericht fiel der Gast dann aus allen Wolken als das Foto präsentiert wurde. Schließlich gab er zu, dass die fehlende Abschlussleiste auf dem Hängeschrank liege, und sie sei ihm beim Bezug der Wohnung entgegengefallen. Auch auf diese Einlassung erntete er nur ein Kopfschütteln vom Richter.

Hier wieder ein kleines Update: Im noblen Hamburger Stadteil Uhlenhorst lebt eine Familie, die ein Ferienhaus an der Ostsee besitzt. Diese hat sich ein Verhaltensmuster zurechtgelegt, wie sie ihr Haus immer kostenlos reinigen lassen können. Zunächst wird ein Reinigungsdienst bestellt, der noch kein Auftragnehmer bei diesen Hamburger Gaunern war. Dann wird das Haus auch schön sauber gemacht und schließlich kommt die Familie am nächsten Tag, um darin zu wohnen. Wenn nun aber die Rechnung präsentiert wird, dann sagt die gute Hausfrau, sie habe erst alles nachreinigen müssen, dafür könne sie kein Geld ausgeben. Zum „Beweis“ klappt sie einen Bettkasten hoch, in den sie bei Ihrer Ankunft eine Handvoll welkes Laub getan hat.

Meist schickt der Auftragnehmer einen Beauftragten oder Vorarbeiter und der bekommt nun präsentiert, wie schlecht seine Kolleginnen angeblich gereinigt haben, denn die welken Blätter habe die Hausfrau ja beim Nachputzen extra zur Anschauung dort belassen. Da es meist nur um geringe Beträge zwischen 50 und 200 Euro geht, wird auch kaum jemand vor Gericht klagen wollen, und das wissen die Gauner ganz genau! – Ein beliebter Trick ist auch, die Rechnung ein halbes Jahr gar nicht zu beachten und dann, wenn sich niemand mehr erinnern kann, die Arbeit zu reklamieren.

Abmahnwahn

Wer Latein in der Schule gehabt hat, der weiß auch wer Tacitus war. Dieser bemerkenswerte römische Geschichtsschreiber ahnte schon damals: Je korrupter ein Staat ist, desto mehr Gesetze braucht er.
Das passt doch wunderbar in die heutige Republik  mit dem Abmahnwahn.
Derjenige, der eine IchAG gründet, der wird eigenwirtschaftlich tätig und für den gelten nicht nur die -zig Tausend Gesetze und Vorschriften, die alle Bürger betreffen, sondern er muss sich z. B. auch noch mit dem Wettbewerbsrecht befassen.

Nehmen wir mal an, dein Chef hat dich rausgeschmissen und nun machst du als Sebstständiger seine Methoden nach und hast dir vielleicht einen Namen gegeben, der an die frühere Firma erinnert. Wenn dein früherer Chef ein anständiger Mensch war, macht er dich drauf aufmerksam, dass du wettbewerbwidrig handelst und dass er sich das nicht gefallen lassen wird.< Wenn er ein eher rabiater Mensch ist, dann geht er sofort zum Anwalt und lässt diesen eine Abmahnung schreiben, und diese musst du auch selber bezahlen.
Das ist ursprünglich nicht so unsinnig wie es sich anhört, denn der Schaden durch fortgesetzte Wettbewerbsverzerrung durch dich wäre viel größer gewesen, wenn man dich nicht (rechtzeitig) drauf aufmerksam gemacht hätte. Unsinnig dagegen ist die deutsche Unsitte, dass die Anwälte diese Abmahnung mit Gebühren belegen dürfen. Daher urteilen die Gerichte auch in der Regel im Sinne des Abmahnanwaltes und gegen dich. Nun gibt es leider Anwälte, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht genügend Klientel haben um davon zu leben. Diese sind auf die Idee gekommen, pro Forma eigene Vereine zu gründen und die „Anliegen“ dieser Vereine zu vertreten. Es ist klar, dass sie sich irgendein Gesetz aussuchen, das Internet und Anzeigen in Tageszeitungen durchforsten und dann kostenpflichtig aus fadenscheinigen Gründen – angelblich im Auftrage des von ihnen gegründeten Vereins – teure Abmahnungen schreiben. Und die Gerichte? Die müssen nach Rechts- bzw. Aktenlage entscheiden.
Gesetzestexte
„Nach Aktenlage entscheiden.“

Sicher hast du meinen Artikel über die Kammer-Gesetze gelesen. Das ist auch noch ein wichtiger Punkt. Die Kammern schützen ihre Mitglieder gerne mit Abmahnungen. In jüngster Zeit ist es oft vorgekommen, dass schon allein Zeitungsanzeigen von Büroservice-IchAGs z. B. die Steuerberaterkammer auf den Plan gerufen haben, um diesen „Gründern“ den Start gründlich zu versalzen. Dabei kam es der Kammer auf die genaue Wortwahl der Anzeige an, die eigentlich kein normaler Mensch wissen kann.

Buttonnetzwerk für ein freies Internet
Es lohnt sich für jeden, ob privat oder selbständig im Netz, eine Anti-Abmahn-Kampagne zu unterstützen. Klick einfach auf den Button oben, um mehr zu erfahren.

Allmählich denkt sogar unser Gesetzgeber darüber nach, diese Praktiken zu unterbinden. Schade, dass die Gerichte nicht mehr nach „Treu und Glauben, „gesundem Menschenverstand“ oder „Recht und billig“ richten dürfen, sondern auf die immer noch anwachsenden Gesetzestexte zurückgreifen müssen. Nur so ist es zu erklären, dass niemand im Wirtschaftsleben die Farbe Magenta (Telekom) oder Lila (Milka) verwenden darf. Diese Farben gehören laut Gerichtsbeschluss den jeweiligen o. a. Firmen. Hier noch ein entlarvendes Zitat aus berufenem Munde:
„Die heutige politische Justiz judiziert aus dem gleichen gebrochenen Rückgrat heraus, aus dem das Sondergerichtswesen (Hitlers) zu erklären ist.“
Dr. h.c. Max Güde, weiland Generalbundesanwalt

Besonders eifrig sind die Anwaltskammern mit ihren Abmahnungen. Wer auch nur in den Geruch der Rechtsberatung um sich verbreitet, der wird gnadenlos abgemahnt. So sieht man auch auf vielen Internetseiten den Hinweis: Dies ist keine Rechtsberatung
Dazu passt diese kleine Satire: In Hamburg, einer besonders schlimmen Abmahnstadt, wird ein Hamburger von einem fremden Autofahrer nach dem Weg gefragt. Der Hamburger weiß natürlich, dass der Fremde eigentlich bei der nächsten Kreuzung rechts abbiegen muss. Da er aber die Problematik mit der Rechtsberatung von Privatpersonen kennt sagt er zu dem Autofahrer: “ Fahren Sie einfach über diese Kreuzung geradeaus, dann an der nächsten dreimal links und dann wieder über diese Straße geradeaus.“ Damit hatte er das Wort „Rechts“ vermieden, dem Autofahrer keine „Rechts“beratung gegeben und brauchte keine Befürchtung haben, von der Schutzgeldkammer abgemahnt zu werden.
Schau auf die Internetseite Abmahnwelle. Da gibt es Auskunft und Hilfe und du erkennst die Tragweite des Problems.
Oder lesen Sie:

Bauer gegen Bonzen

Zufällig ist dies eine Geschichte aus Österreich, aber dessen ungeachtet, könnte sie sich genauso gut in Deutschland zugetragen haben, denn die Bürokratie in beiden Ländern versucht doch schon seit Langem, sich gegenseitig zu übertrumpfen. Bauern gegen Bonzen gibt es seit jeher. Dabei spielen auch die Bonzen der katholischen Kirche eine zweifelhafte Rolle.

1942 wurde im Lungau, im Salzburger Land, der Joseph Holzer als Sohn einer Bergbauernfamilie geboren. Soweit, so gut, aber er sollte sich auf Grund seiner unbeirrbaren Rechtschaffenheit, seines Durchsetzungsvermögens und seiner expliziten Kenntnis von Vorgängen in der Natur als unverdaulicher Brocken für die blasierte Beamtenschaft im Lungau erweisen. Und das kam so:
Die Eltern des Sepp Holzer hielten damals Kühe, Schweine, Hühner, Gänse und ein Pferd. Im Schweiße ihres Angesichts bestellten sie den Boden und brachten die Ernte ein. Wie es damals üblich war, mussten auch die Kinder mit anpacken. Teilweise leben heute in den Alpen noch Bergbauern auf ähnliche Weise.
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….und sie bewegt sich doch!

Holzer interessierte sich früh für Pflanzen. Er zog in Mutters Blumenkübeln Samen und „pachtete“ schließlich von seinem Vater für 2 Schilling einen steinigen Hang, an dem sonst nichts Gescheites wuchs. Dort setzte er seine Bäumchen in den kargen Boden und als er merkte, wie die Steine die Sonnenwärme speichern konnten, zog er sogar Erdbeeren – wohlgemerkt in 1200 bis 1500m Höhe über dem Meeresspiegel, was nach Lehrbüchern und Schulmeinung platterdings unmöglich ist. Dies war wohl der Beginn der von ihm meisterhaft praktizierten Permakultur, welche ihn inzwischen berühmt gemacht hat.

Auch Holzer machte schließlich eine Schule und eine Landwirtschaftskurs, wir würden dazu Lehre sagen. Dort brachte man ihm all die Dinge bei, an denen noch heute das weltweite Agrarsystem krankt: Düngemittel, Spritzgifte und Monokulturen, alles Vorgehensweisen, die weder bei Tieren noch bei Pflanzen besonders einfallsreich und umweltschonend sind. Diese Dinge müssen die jungen Leute aber heute noch lernen, damit die chemische Industrie immer frische Kunden bekommt.

Der Holzer Sepp ließ sich aber von dem Geseihe der Lehrer und Professoren nicht verblüffen und beobachtete lieber selbst Wald und Flur um daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. 1962 Übernahm er vom Vater den Hof als 19jähriger und dachte nun, er könne sich endlich mit seinen Ideen verwirklichen. Aber wofür gibt`s denn bitteschön Ämter und Behörden?!
Die meinten nun, sie müssten unbedingt dem Holzer in seine Vorhaben hineinreden und womöglich alles verhindern, was nicht in ihr überaltetes Schema oder was nicht in die gängige Lehrmeinung passte.

Derweil sind 40 Jahre ins Land gegangen und die Dummheit der Behörden hat all die Jahre angehalten. Dies sollte auch ein wenig Anerkennung finden, denn wenn sich eine Behörde ein ganzes Arbeitsleben lang mit Dämlichkeit und Dünkel schmückt, das ist doch wohl einen Eintrag in Guinnes Buch der Rekorde wert. In seinem Buch schreibt Holzer recht anschaulich über diese Geschichten, die ihn mehrmals vor Gericht brachten. Andersherum muss man Holzer für 40 Jahre aufrechten Gang gratulieren.

Eine Geschichte aus dem Buch würde ich gerne noch erwähnen. Das ist die mit dem Ober Kammerjäger aus Salzburg. – Hoffentlich habe ich den Titel richtig geschrieben, denn in Österreich achtet man sehr auf Titel. Also dieser OberfÖrsterkammerjagddirektor lud sich bei den Holzers ein, schoss einen Bock und zeigte deswegen seinen Gastgeber an. Die Sache ging vor Gericht und Holzer unterlag. Er musste seine Jagd aufgeben.
Dies ist typisch für den sogenannten Rechtsstaat. Wenn eine Sache partout nicht mit den reichlich vorhandenen Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften abgewehrt werden kann, dann findet sich bestimmt eine armselige Denunziantensau, die einen Weg ausmacht, die Angelegenheit per Gericht zu erledigen. Schade, dass soviel Kreativität nicht zum Wohle der Bevölkerung genutzt wird, der er eigentlich dienen soll, und von der er bezahlt bekommt.

Brustbild

Im Hintergrund einige der von Holzer gezogenen Pflanzen.
Die Methoden des Herrn Holzer finden in der ganzen Welt Anerkennung. Würden wir uns alle von seinen solcher Art erzeugten Lebensmitteln ernähren, dann gäbe es weder Rinderwahn noch Pestizide in der Muttermilch. Wir brauchten weder Genmais noch Fischmehl für die Tiernahrung. Hier einige der Kunstdünger Unmöglichkeiten, die er vollbracht hat: Züchten von Steinpilzen, Zitronen, Pfirsiche und Kiwis in 1300m Höhe wachsen lassen, Radieschen im Winter ohne Gewächshaus etc.

Wer sich mehr über die Möglichkeiten der Permakultur informieren will, dem sei die Seite: Der Krameterhof wärmstens empfohlen.

Das Credo der heutigen Landwirtschaft: Monokulturen in Reih und Glied und kräftig Kunstdünger.
Nicht alle Bauern und Bonzen werden  Freunde:



Wer ist das Volk?

In dieser Rubrik ist oft die Rede davon, wie einige Staatsdiener den Bürgern das Geld aus der Tasche schwindeln. Nun wollen wir aber auch mal ein positives Beispiel vorstellen.
Oft wird Strempt in diesen Tagen mit dem kleinen gallischen Dorf des Asterix verglichen. Hier ist der Asterix des Dorfes , der Herr Bürgervorsteher:

BÜrgervorsteher

Die etablierten Parteien fürchten Volksabstimmungen wie die Pest. Der Verdacht drängt sich auf, daß sie mit einer gegen ihre Linie entschiedenen Volksabstimmung ihre Klientel nicht mehr bedienen können. Das heißt, sie können die Entscheidungen nicht mehr zugunsten ihrer Lobbyisten steuern. Das braucht auch nicht der Fall sein, denn die Abgeordneten sind nach dem Grundgesetz allein ihrem Gewissen verpflichtet .Auch das Grundgesetz dürfte kein Hindernis sein.Volksabstimmungen zu etablieren. Es wurde schon oft wegen Nichtigkeiten geändert.

In der Schweiz klappt es schon seit Jahrhunderten mit der sogenannten Basisdemokratie. Nun hat der Bürger Vorsteher in Strempt gedacht, wenn schon die Europaverfassung von den etablierten Parteien allein entschieden werden soll, wollen wir wenigstens wissen, wie die Bürger in Strempt darüber denken und er hat eine Volksabstimmung – nur für Strempt – anberaumt.

Leider ist diese natürlich nicht relevant, aber alle großen Parteien sind sehr gespannt, was die Bürger von Strempt wohl entscheiden werden. Wir auch! Auch wenn der Herr Bürger-Vorsteher seine Stempter hier nicht finanziell entlastet hat, so ist dies doch ein seltenes Beispiel, dass jemand von den „Oberen“ sich Überhaupt für die Meinung seiner Wähler interessiert.
Ortsschikd

  • Nachtrag: Nun wollen Sie sicher gerne wissen, wie es denn im Referendum um die EU Verfassung ausging. Es waren 279 Ja-Stimmen und 101 Nein Stimmen, also eine Beteiligung von weit über den durchschnittlichen 38 % hinaus. Meiner Meinung zeigt das Eines: Die Bürger sind nicht so doof, wie die Politiker sie hinstellen möchten, aber die Politiker scheinen so doof zu sein, wie manche Bürger sie darstellen.

Merken Sie sich dieses Ortsschild.

Die Bilder wurden mit freundlicher Genehmigung von Herrn Wulf-Dietrich Simon (siehe Foto) veröffentlicht.

Diesen neuen Cartoon von Roger will ich ihnen nicht vorenthalten:

Volksentscheid Man erinnere sich, die Volksabstimmung über die Rechtschreibreform wurde in Schleswig-Holstein abschlägig beschieden, aber die „Demokraten“ in der Landeshauptstadt Kiel machten trotzdem mit. Heißt es nicht richtig: Der Klügere gibt nach! Ja, so sind sie, die Schleswig-Holsteiner.Kaum zu glauben!
Ansonsten gäbe es kein ernsthaftes Hindernis für den Bundestag, das Grundgesetz entsprechend zu ändern. Der Einwand, wir würden bei Plebeziten von den „Dummen“ regiert, dem kann ich nur entgegensetzen, dass sich da nicht wirklich was ändern würde.

Schwarzarbeit, wer ist Schuld?

Das Märchen von der Schwarzarbeit.
Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht in irgendwelchen Medien über die bösen Schwarzarbeiter larmentiert wird. Die kleinen Fische auf dem Bau, im Reinigungsgewerbe, in der Landwirtschaft zeigt man mit wachsender Begeisterung einem breiten Fernsehpublikum. Seltsam ist nur, dass sich nicht nur bei privaten Auftraggebern, sondern in vielen Fällen auch öffentliche und öffentlich – rechtliche Bauvorhaben mit Schwarzarbeit und sogenannter illegaler Beschäftigung sehr schön hochziehen lassen.
Die “normale” Arbeit ist so stark reglementiert, dass sie kaum noch für jemanden erschwinglich ist.
Einige Beispiele: Eine Putzfrau muss mindestens 3 Stunden arbeiten, um sich selbst eine Putzfrau leisten zu können. Ganz krass wird es bei Autoschlossern. Selbst ein gutverdienender Geselle muss fast 10 Stunden arbeiten, um sich eine Stunde in seiner Werkstatt leisten zu können.

Blutspende

Der Staat und seine Sozialkassen verdienen also immer mehrfach an jeder Arbeisstunde. Auch an der sogenanten illegalen Beschäftigung, denn die verarbeiteten Materialien werden ja mit Umsatzsteuer belastet und meist regulär gekauft.
Und Märchen? Ein Märchen ist die Behauptung, dem Staat gingen Milliarden durch die Schwarzarbeit verloren. Jahr für Jahr. Ist es nicht vielmehr so, dass der überwiegende Teil der Auftraggeber – zu denen ja auch öffentliche gehören – sich die Arbeiten gar nicht leisten könnten, wenn sie denn von regulären Auftragnehmern ausgeführt würden?
Also sind die so errechneten Steuer und Sozialeinnahmen fiktiv. Viele Kommunen und Kirchen könnten sich Handwerker nicht leisten, wenn sie diese nicht über Subuntenehmen mit Schwarzarbeitern beauftragen könnten. >Und die Hatz nach den Schwarzarbeitern kommt doch wie gerufen für die 7000 Zollbeamten, die durch das Schengen – Abkommen arbeitslos geworden sind. So gesehen sollte der Staat jedem Schwararbeiter dankbar sein.
Wenn Sie im Laden etwas sehen, was ihnen zu teuer erscheint, dann lassen sie es stehen und es wird zum Ladenhüter. Das geschieht gegenwärtig mit der legalen Arbeit in Deutschland. Die Ware Arbeit ist zu teuer geworden und kein „Einkäufer“ (=Arbeitgeber und dessen Kunde) möchte sie einkaufen.
Aber der “Verkäufer” Staat lernt in diesem Laden nicht dazu, sondern treibt den Preis immer weiter in die Höhe. Ausserdem müssen Sie in diesem “Laden” auch noch fast 90 000 Paragraphen kennen und zig Formulare ausfüllen, ehe Sie die Ware Arbeit kaufen können.
Der Staat sollte seine Zöllner und Büttel nicht zu den Kleinstunternehmen und den „armen Schweinen“” schicken, sondern mal in seiner Gesetzgebung aufräumen lassen. Es gibt heute noch Gesetze, die aus der Zeit des Nationalsozialismus übernommen wurden. So hießen die Sozialgesetzbücher bis vor wenigen Jahren noch stramm deutsch „Reichsversicherungsordnung“.
Wie armselig eine Senkung der Beiträge um Zehntel Prozentpunkte ist, sieht man an der Mehrwertsteuer. Wenn Sie erhöht wird, geht es gleich immer um mindesten 2 oder drei Prozente. Bei den Lohnnebenkosten sollte es aber genauso sein: nicht ein Zehntel wird gesenkt, sondern 10 Prozent und mehr sollten es sein.
Es gibt bei der Verfolgung der illegalen Beschäftigung oder Schwarzarbeit natürlich wichtige Ausnahmen: Wer einen Aufsichtsratsposten hat, der darf auch Abgeordneter sein. Wer Gewerkschaftsfunktionär ist, der darf auch ohne Weiteres mehrere gutdotierte Posten nebenbei bekleiden. Der darf sogar in Aufsichtsräten sitzen trotz offensichtlichen Interessenkonflikts. Gefangen werden die kleinen, die Grossen lässt man laufen. Warum sollten unsere Volksvertreter auch etwas an der Situation
ändern? Sie sind doch auf Kosten der Steuerzahler bis an ihr seelig Ende oppulent versorgt.

Ein eindeutiger Fall von Schwarzarbeit: Der Delinquent hat den Mund zu halten. Der Befehl: “Feuer” darf ausschließlich vom diensthabenden Offizier des Erschießungskommando kommen. 25. Sozialgesetzbuch $$ 707Absätze 264 und 289. Nach der Reichsversicherungsordnung $777 vom 7.7.1937 und der Novellierung vom 8.7. 1937 muss der Delinquent die Munition und die Exekution selbst bezahlen. Die Umsatzsteuer ist dem zuständigen Finanzamt zu entrichten.

Hier eine Auswahl von Abgeordneten, die über Nebeneinkünfte verfügen, wofür vielleicht Steuern abgeführt werden, auf keinen Fall aber Sozialbeiträge, denn Großverdiener sind über der sogenannten Bemessungsgrenze und ohnehin meist privat versichert.

  • von der CDU
    Günter Baumann aus Jöhstadt wird bezahlt von: Gesellschaft für Arbeitsförderung und Strukturentwicklung, Kreistag
    Anaberg, Naturpark Erzgebirge/Vogtland, Schlettau, THW Sachsen und Thüringen, Verband deutscher Schullandheime.
  • von der CSU: Artur Auerhammer aus Ansbach wird bezahlt von: Südfleisch München, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Kreistag Weißenburg, Bayrischer Bauernverband.
  • von der SPD: Uwe Karl Beckmeyer aus Bremerhaven wird bezahlt von Bremer Lagerhaus AG, Karl Könneke GmbH & Co KG, Fleischwaren, Radio Bremen, und natürlich von eigenen Gesellschaften und Firmen wieKapital und Personengesellschaften sowie Unternehmensberatungen.
  • von den Grünen: Volker Beck aus Köln: Hessischer Härtefonds für NS Verfolgte, Arbeitskreis der Opferhilfen in der BRD, Archiv für Emanzipation, Bürderrechte und Gesellschaftspolitik, Max Plank Institut für Gesellschaft, Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Stiftung deutsches
    Holocaust Museum, The American Jewish Commite.
    (Nach Bild-Zeitung vom 11/12/2004)

Liste ist inzwischen veraltet und unvollständig. (Artikel stammt aus 2002/4. 20.11.2012)
Zum Nachlesen:

Kommunalpolitik

Wer aus öffentlichen Kassen lebt, der scheint nach und nach das Gefühl für den Wert des Geldes zu verlieren. Wie anders ist diese Begebenheit zu erklären:

Vor der Kirche in einem Ort in Oberbayern.

Zur Vorgeschichte muss gesagt werden, dass in diesem Ort ein Altenheim gebaut wurde und die Kücheneinrichtung sollte per öffentlicher Ausschreibung angeboten werden.
Der Bürgermeister möchte den Auftrag gern seinem Spezi zukommen lassen, der aber als sehr teuer verschrien ist.
Bürgermeister: „Na, hast Du das Angebot durchgelesen?“
Spezi: „ Ja, freilich, aber eine Kartoffelschälmaschine kostet allein schon 12 000 Euro. Da werd ich wohl unterboten werden.“
Bürgermeister:“Schau, ich sag dir was, obwohl ich`s eigentlich net derf: Die Schälmaschine werd ma net braucha könna. Der Architekt hat`s Fundament zu dünn g´macht.ï“

Mit dieser Aussage machte der Spezi ein Angebot über 100 Euro für eine Schälmaschine, denn er wusste als Einziger, dass diese nicht geliefert werden brauchte und war damit 3000 Euro billiger als der beste seriöse Bieter, welcher natürlich die Maschine mit reellen 12 000 Euro angesetzt hatte. So ist wieder einmal der Steuerzahler der Dumme in der Bananenrepublik Deutschland.

Nur 25 Jahre hat es gedauert, bis Regierende gemerkt haben, dass es ohne Ziwis im Gesundheitswesen nicht geht. Rogers Cartoon aus dem Jahre 2004 ist heute aktueller denn je.