Das (korrupte) Bauamt

Ein Amt, das wirklich Niemandem nützt, mit Ausnahme der dort Beschäftigten, ist das Bauamt. Aber manchmal kann ein Beamter ja auch etwas für einen Kollegen tun…
Das Grundstück
In einer kleinen Kreisstadt an der Ostsee gab es ein Grundstück, welches nicht bebaut werden durfte, wei in der einzig möglichen Zufahrt eine Armatur der Wasserversorgung eingebaut war.

Seit Jahren bemühte sich eine Familie mit drei Kindern, der Vater war Feinmechaniker mit gesichertem Arbeitsplatz, um dieses Grundstück für ein Einfamilienhaus.

Bei den Behörden bekam er immer die gleiche Auskunft: Es gibt keine Genehmigung, weil die Wasserwerke nicht zustimmen würden, die Armatur zu versetzen, selbst, wenn er es aus eigner Tasche bezahlen würde.Als er eines Tages von einer langen Montagereise zurückkam, stand ein Kellergeschoss auf diesem Grundstück. Auf sein Nachfragen meinten die Bauarbeiter, der Kreispräsident sei der Bauherr. Dieser hatte zuvor eine Verordnung durchgedrückt, wonach der Abstand zwischen zwei Armaturen der Stadtwerke ein bestimmtes Mass nicht überschreiten dürfte.

Damit hatte er erreicht, dass die Wasserwerker das Schieberkreuz und den Hydranten auf eigene Kosten versetzen mussten. Das Grundstück hatte er vorher zu einem Spottpreis gekauft, weil es ja angeblich nicht bebaut werden durfte. Nun wohnt er dort herrlich und in Freuden allein mit seiner Frau.Die Familie mit den 3 Kindern muß weiter im Wohnblock ausharren, hat aber jetzt Aussicht, in Schweden – wo der Vater von seiner Firma Arbeit bekommen hat – ein wunderschönes Hausgrundstück an einem See erwerben zu können.

Bild:Nicht immer liegen Beamte mit ihren Entscheidungen richtig. Aber ist es wirklich so wie oben geschildert?

 

Im Winter 2005/2006 sind in Deutschland mehrere Hallendächer von der Schneelast eingestürzt. Teilweise kam es zu tragischen Todesfällen. Nun sucht man die Schuldigen, aber beileibe nicht unter den Bauämtern oder anderen öffentlichen Dienststellen, die eigentlich doch vom Gesetzgeber her verpflichtet sein sollten, die Sicherheit  aller Bauten zu gewährleisten. Nein, Architekten oder Baufirmen will man den Fehler anlasten, obwohl der Bau schon 20 Jahre oder länger steht. Typisch Deutsch.
Literaturempfehlung.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar