Knast statt Altersheim (13)

Oh, oh, der Abschnitt Nr. 13. Hoffentlich geht das gut! So geht es nun weiter mit dem Knast statt Altersheim:

Jetzt hatte Else den Versuchsballon gestartet und war gespannt, was denn nun daraus werden würde. Die Kollegen von der „Zunft“ aber waren nun in Aufregung. Was sollten sie tun? Eigentlich wollten sie ja ursprünglich in den Knast, damit die Kosten für den Alltag, besonders das Gesundheitswesen, nicht überhand nehmen konnten und sie eventuellen Erben nichts als Schulden hinterließen . Nun aber lag ihnen doch etwas an der Freiheit und das Wissen um den heimlichen Schatz machte die Bewegungsfreiheit irgendwie erstrebenswert, wenn auch zur Zeit nichts von dem Geld in Umlauf gebracht wurde.

Der Werner als ehemaliger Kollege der Else sollte diese nun einmal zum Essen einladen und dabei in Erfahrung bringen, was sie denn nun eigentlich wisse und was sie bezwecke. Man konnte sich schon denken, dass Else 1 und 1 zusammenzählen konnte, aber wusste sie außer den Charaktären der Schminkanstrengung noch andere Fakten?

Der Werner bekam 200 Euro aus der Beute und sollte nun ein gutes Restaurant aussuchen, ein schickes Abendessen und möglichst alles über die Absichten von Else erfahren. Man wählte das Patio, eine ehemalige Künsterkneipe, die inzwischen ins Schickimicki Millieu abgeglitten war und nun für denkbar einfache Gerichte und Wein aus dem Tankwagen horrende Preise kassierte. Werner wählte eine Zeit, in der eigentlich nicht soviel los sein dürfte, denn es war ihm schon klar, dass Else von verschiedenen Kollegen erkannt werden könnte.

Nach dem Dessert, einem einfachen Pfannenkuchen mit etwas Marmelade und einen Klecks Schlagsahne, der als Paradies-Palatschinken angepriesen war, fasste sich der Werner ein Herz und fragte ganz unvermittelt, wozu Else dann 5000 Euro gebrauchen würde. Sie meinte völlig unerschrocken, dass sie ja auch nicht jünger würde und so habe sie den Plan gefasst, sich noch einmal selbstständig zu machen und im fortgeschrittenen Alter den Laden zu vermieten. Dann wolle sie von mit der Miete ihre Rente aufbessern.

Nun wollte der Werner wissen, ob Else denn eine Ahnung habe, woher das Geld stammen könne, wenn sie es denn von ihnen bekäme. Else meinte daraufhin, sie glaube es zu wissen, es sei ihr egal, und wenn es einen neuen Job in der Art gäbe, dann würde sie gerne mitmachen, damit die Kumpel nicht befürchten müssten, bis an ihr seelig Ende von ihr erpresst zu werden.

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Nach diesen Auskünften schien den 3 Freunden, als würde alles besser laufen als ursprünglich gedacht. Wenn Else nun Mittäter wäre, brauchte man um ihre Verschwiegenheit nicht mehr fürchten, wenn man sich auch wunderte, wie eine so rechtschaffende Person im letzten Abschnitt ihres Lebens noch so auf die schiefe Bahn geraten konnte. Andererseits konnte man durch eigene Erfahrungen verstehen, dass sich Leute in diesem Alter auf vielfältige Weise betrogen fühlten, nicht so sehr durch die Umstände als eher durch falsche Versprechungen.

Schon eine Woche später saß man zu viert am hellen Vormittag in einer öffentlichen Kantine bei Kaffe und Brötchen und besprach das Vorgehen bei dem nächsten Job mit dem Geldtransporter. Wie konnte man es anstellen, den neutralen PKW und den Panzerwagen zu trennen und dann in Ruhe das Geld freiwillig ausgehändigt zu bekommen. Klar war, dass man weder Waffengewalt noch körperliche Gewalt, mit der man sowieso unterlegen war, anwenden wollte. Auch Sprengstoff oder Narkosechloroform schieden aus, denn man kannte sich in der Handhabung überhaupt nicht aus. Ein oder zwei Autos zu stehlen und den nachfolgenden PKW zu blockieren erschien auch sehr riskant, weil man auch darin keine Erfahrung hatte. Es schien wirklich nur einen einzigen Weg zu geben, den man aber vorher genau planen musste. Es blieb nur noch der alte Grundsatz: Tarnen und Täuschen.

Die ganze Sache nimmt dann noch eine überraschende Wendung, aber dazu im neuen Stremel mehr.

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