Unsere weltweite Murkskultur


Warum habe ich grade die „fortschrittliche“ E-Auto Einführung als Beispiel für die Murkskultur genommen? Das ist leicht zu erklären. Ich halte das Elektroauto mit Batterie für eine Technik, die schon vor der Einführung überholt ist. Tatsache ist doch, dass wir von der Abhängigkeit fossiler Brennstoffe weg kommen wollen. Das ist völlig richtig und auch ich finde das total erstrebenswert. Wenn wir alle Autos umrüsten, auswechseln wollten die zur Zeit auf den Straßen der Welt stehen oder fahren, wo sollen dann die Batterien herkommen, und wenn wir tatsächlich schaffen, alles umzurüsten, wo sollen dann weitere „seltene Erden“ für Batterien oder Neodyne für die E-Motoren herkommen. Wo sollen die nicht mehr wiederverwendbaren Abfälle gelagert werden? Wir begeben uns also von einer Abhängigkeit in eine andere. Hinzu kommt das Müllproblem. Bei der Herstellung von Batterien geht es grade dort, wo die seltenen Erden gewonnen werden, nicht immer umweltfreundlich zu.
Zwischenruf zur Murkskultur.
Meine Ansicht ist es nicht, dass früher alles besser war, im Gegenteil. Uns allen geht es heute wohl besser als noch vor 50 oder 60 Jahren. Was früher wirklich besser war, war die Haltbarkeit der Geräte oder Anschaffungen, die man gemacht hat. So gab es Möbel, die Jahrzehnte hielten. Ich erinnere an eine Werbung für Miele Waschmaschinen, die suggerierte, dass die gelieferte Maschine nicht nur die Lehrzeit eines Auszubildenden überstand, sondern auch noch bis zu dessen Heirat ohne Zicken seine Wäsche waschen würde. Bei unserer Miele mussten wir nach einigen Jahren die Laugenpumpe erneuern. Ganz schlimm ist es bei Druckern oder anderen elektronischen Geräten. Einige Drucker haben Zählwerke in der Software und die zeigen wenige Tage nach der gesetzlichen Garantie kaputt. Netzteile haben Elkos, die nach zwei oder drei Jahren ausdampfen und unbrauchbar werden. Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Cartoons von Herrn Roger Schmidt Will man dann für seinen Fernseher eine neue Platine Murkskultur überallso ist dies meist teurer als ein ganz neues Gerät. Das gilt auch für Ersatzteile bei Geschirrspülern. So wollte eine Firma für einen Geschirrkorb 80 Euro haben, der in der Herstellung nur 12 Euro kostet. Fragt man die Hersteller, so werden immer gleiche Argumente geliefert: Die Verbraucher wollen immer billige Sachen. Im Falle der Elkos kann das nicht stimmen, denn die langlebigen wären nur einige Cent teurer als die „Verschleiß-elkos“. Bei eimem Geräte -preis von einigen hundert Euro würden 1 oder 2 Euro dazukommen. Auch bei vielen anderen Verbrauchsgütern ist der Preisunterschied marginal. Wenn man die Hersteller bei dieser These in die Enge treibt, dann kommt das Argument: Ja, aber wir müssen unsere Leute  weiter beschäftigen. Dann hat man sie erwischt, denn überall werden händeringend „qualifizierte Mitarbeiter“ (m/w) gesucht. Im Umkehrschluss brauchten die Hersteller diese gesuchten Kollegen wohl gar nicht, wenn sie keinen Murks produzieren würden. Was es alles an Murks gibt will ich hier nicht noch einmal aufzählen. Man kann es hier nachschauen.
Was hat die Murkskultur mit den Autos zu tun?

Wie im ersten Absatz schon angedeutet halte ich die E-Autos schon heute für Murks, will sagen, auch diese Technik ist auf Dauer nicht fähig zu überleben. Das einzige Element, was auf unserem Planeten ausreichend für eine ferne Zukunft vorhanden ist, ist der Wasserstoff. Man will uns heute also eine Technik verkaufen, von der man weiß, dass sie weder nachhaltig noch andauernd sein kann. Es ist ja nicht so, dass man in Deutschland nicht daran forscht. BMW hat sogar schon den Wasserstoff in einem Verbrennungsmotor benutzt. Das aber würde nicht viel ändern: Man müsste den Zahnriemen wechseln, Ölwechsel machen lassen und eventuell auch Kupplungen und die Massenschwungräder wechseln lassen.  Das sind die wohlbekannten Alpträume. Bei den Brennstoffzellen fällt das alles weg. Das Tanken dauert zwischen 3 und 5 Minuten, der Preis für das Gas ist im Verbrauch mit dem Diesel zu vergleichen und die Batterien sind nicht größer als die heutigen 12 Volt Batterien für elektrische Verbraucher. Der Strom zum Fahren wird in der Brennstoffzelle ohne „offenes Feuer“ erzeugt. Ausstoß ist reines Wasser H2O.  Man muss im Auto einen Wasserstofftank, eine Brennstoffzelle und einen Elektromotor unterbringen. Das sind die großen Teile. Der Einwand der Regierenden ist: Wo sollen all die freigesetzten Mechaniker, Schmiede, Schleifer, Dreher hin, die Kupplungsscheiben, Motorkolben, Motorblöcke etc herstellen, einbauen und bei Reparaturen ersetzen? Auch dafür gibt es eine Antwort: Die können die angeblich fehlenden Fachkräfte (siehe oben) ersetzen.

Woher bekommt man Wasserstoff.  
Wasserstoff kann auf verschiedene Arten gewonnen werden. Passend zur Murkskultur werfen wir sogar jede Menge weg, oder vielmehr bezahlen lieber Geld dafür, als dass wir ihn gewinnen und sammeln würden.Erzeuger von Strom aus Wind oder Photovoltaik bekommen zwar Geld aus der Stromumlage, aber brauchen den Strom nicht liefern, weil die Netze Murks sind. Gleichstrom ist aber eine der Techniken, mit denen Wasserstoff gewonnen könnte. Hier werden also wertvolle Ressourcen einfach weggeworfen. Nun will Shell hier eine der größten Anlagen weltweit dafür bauen. Im Prinzip der richtige Weg, aber der Gesetzgeber hätte schon lange jedem Windpark in Deutschland eine kleinere Elektrolyseanlage vorschreiben sollen. Auch auf See entstehen immer größere Anlagen ohne entsprechende Leitungen oder andere Abnehmer des überschüssigen Stromes. Haben wir auch eine Regierung der Murkskultur?

 

 

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