Nutzloses Fracking

In der Geschichte der Menschheit wurden schon oft sinnlose Kriege geführt. Das war sehr dumm und brachte vielen Menschen Tod und Leid. In neuerer Zeit geht man mehr und mehr dazu über, sinnlose Techniken anzuwenden. Es scheint, als wolle man unbedingt das Geld der Steuerzahler verprassen, damit es nicht zu Zwecken eingesetz werden kann, die der Menschheit dienlich sind. Das sogenannte Gasbohren, welches in Gesteinsporen eingeschlossene Gasreste fördern will, kann den Abschied von fossilen Energien nur hinauszögern. Es riskiert mit seiner Anwendung aber Schäden am Grundwasser und Boden. Es wird vielen Menschen Unbill bringen und wenigen nützen.

Einige grundsätzliche Sinnlosigkeiten im Hinblick auf Fracking:
Es braucht keine Probebohrungen in Europa. Interessenten können sich die Methode in den USA ansehen. In North Carolina kann man auch gleich die üblen Auswirkungen auf die Umwelt studieren.
Fracking an sich ist Europa völlig überflüssig: Vor den Küsten von Zypern und Griechenland sind Gasvorkommen im Meer erkundet worden, die mit den ungeheuren Vorräten der Lybier zu vergleichen sind. Was soll also der Unsinn, in dicht besiedelten Gebieten Grundwasser zu verseuchen?
Die Ausführenden Konzerne wissen um die Umweltschäden in der Zukunft beim Fracking.In einer geheim gehaltenen Studie von Chevron kommen die schwersten Umweltschädigungen erst nach 25 bis 50 Jahren ans Tageslicht. Diese Studie muss geheim bleiben, damit die amerikanische Umweltbehörde EPA nicht gegen Fracking interveniert.
Fischesterben LebensgefahrWassertropfen

Diese Schilder stammen von Amerikanern, ich habe lediglich die Inschriften übersetzt oder geändert. In den USA könnte man meinen, es sei Platz genug, um diese Methode auszuprobieren, aber im dichtbesiedelten Europa ist dieses Vorhaben völlig deplaziert. Was geschieht z. B. mit den Millionen Litern von verseuchtem Trinkwasser, welches wieder hochgepumpt wird, um danach das Gas aufzufangen? Was passiert mit den Grundstücken, unter denen der Feuertod in Form von ungeförderten Gasansammlungen lauert?
Wer soll schließlich das durch Fracking-Chemikalien verseuchte Trinkwasser genießen?
Es kann eigentlich nur einen Grund für die Unternehmen geben, Fracking zu beantragen: Man will dabei das CCS Gesetz durch die Hintertür umgehen und statt der giftigen Chemikalien flüssiges CO2 in den Boden pressen. Dabei wird vergessen, dass auch das aus Kraftwerken abgeschiedene CO2 mindestens 5% giftige Verbrennungsrückstände enthält. Diese Angabe ist die Berechnung von RWE Ingenieuren, also beileibe nicht zu hoch taxiert.
Eine Möglichkeit, diesen Wahnsinn zu vermeiden, sehe ich im Anschluss von Schleswig-Holstein an die Schweizer Eidgenossenschaft. Das mag auf den ersten Blick verwunderlich erscheinen, aber völkerrechtlich müsste es eine Möglichkeit sein, die Volksabstimmungen in Schleswig-Holstein zu etablieren und damit den unseligen Machenschaften der anarchistischen Konzerne Einhalt zu gebieten.
Es wäre nichts Neues für die Einwohner des nördlichen Bundeslandes, gehörten sie im Laufe der Geschichte doch zu verschiedenen Rechtsgebieten wie dem Frankenreich, den Sachsen, den Dänen, den Wikingern, zu Österreich oder Preußen usw. Warum also nicht 27. Kanton der Schweiz werden. Auch die Schweiz könnte davon profitieren, hätte sie doch mit einem Schlage Zugang zur Ost- und zur Nordsee. Da Schleswig-Holstein noch nicht so dicht besiedelt ist, brauchten die Ur-Schweizer auch keine Überfremdung fürchten.
Auch die “Entscheidungen” der EU Kommission brauchten wir als Schweizer nicht mehr zu befürchten, denn die Rolle, die die europäische Kommission bei dieser Schmierenkommödie spielt, resultiert aus der Tatsache, dass die Hirnleistung einiger europäischer Kommissare jene von Vorgartenzwergen nicht signifikant übersteigt.

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Leck bald nur noch ein Friedhof?

Wir ziehen alle an einem Strang. Die einen in diese Richtung, die anderen um 180 Grad versetzt. Die Resultierende ist Null. Oder: Wir sitzen alle in einem Boot, die überwiegende Mehrheit muss rudern. Eine Seite rudert vorwärts, die andere rückwärts und so dreht sich der Kahn im Kreis.

Das Internet vergisst nichts! Deshalb ist es für uns alle so wertvoll und deshalb versuchen alle Despoten, das Internet in ihrem Sinne zu zensieren. Da braucht man nicht mit dem Finger auf ausländische Regime zu deuten, es gibt genug im eigenen Hause zu kehren.

Im Falle von Leck überlasse ich dem geneigten Suchmaschinenführer nach einer Auswahl an Rückschlägen zu suchen, die dem Ort bis dato mit Hilfe der mehr oder weniger großen Politik in der jüngsten Vergangenheit beschieden wurden. Ich werde kein Wort darüber an dieser Stelle verlieren, weil ich – zugegeben – befangen bin. Nur dieses Bild von mir bitte mal genau betrachten, dann erkennt man, wohin nach meiner Meinung der Weg in die Zukunft Lecks führt, eine Geschichte, die nach neuesten archäologischen Funden in die Zeit der Besiedelung Großbritanniens durch Angeln und Sachsen – im Falle des Ochsenweges bis in die Bronzezeit – zurück reicht.
Immerhin wurde vor zirka 900 Jahren die Stadt Flensburg von Leck aus auf Anordnung des Dänenkönigs gegründet und Waldemar II ließ Leck (Leckhuus) 1231 in sein Erdbuch aufnehmen.
Irgendwann verliert sich Leck im Dunkel der Vergangenheit. Denken Sie daran, dass auch die Nordsee erst 10 Tausend Jahre alt sein kann wegen der letzten Eiszeit. Irgendwann wird auch Leck nicht mehr auf den Karten genannt werden, aber wir brauchen doch nicht aktiv daran arbeiten, dass es zu unseren Lebzeiten geschieht.

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Nachrichten

Nichts weiter als eine einfache Nachricht wert, so scheint es, was da am Montag in Husum stattfand. Sieht man genauer hin, dann entdeckt man, dass wir als Menschheit an einem Scheideweg angekommen sind.
Wir brauchen nicht in die Geschichte zurückgehen, wenn wir untergegangene Kulturen oder Großreiche beleuchten wollen, besonders, wenn wir deren Scheitern analysieren möchten. Assyrer, Babylonier, Ägypter, Griechen oder Römer ebenso wie Perser oder jene mittelamerikanischen Völker, die ohne Einfluss von Eroberern sang- und klanglos vom Erdboden verschwanden. Das alles liegt weit zurück. Was aber geschah, dass das Riesenreich der Sowjetzunion zerbrach? Das ist ja noch nicht lange her.

Immerhin erstreckte sich dieses Rechtsgebiet von der Elbe bis an den Pazifik und vom Nordmeer bis an den Hindukusch. Zu spät erinnerte Gorbatschow seine Mitbürger an Perestroika und Glasnost. Man war schon im Untergang und so zerbrach das Imperium an der Unfähigkeit, neue Gesellschaftsformen zu etablieren. Auch heute noch ist dem Hörensagen Vetternwirtschaft und Korruption die wichtigste Triebfeder im weiterhin gigantischen Staatsgebiet mit ungeheuren Landmassen und Bodenschätzen. Der Untergang wird also weitergehen, weil man einfach nicht den Wandel etablieren kann. Die alten Strukturen in den Entscheidungsketten funktionieren weiter und ich will keine Namen erwähnen, die besonders dafür stehen.

Wir im Westen handeln nach genau der gleichen Maxime: Der Wandel zu nachhaltigem Wirtschaften wird nicht vollzogen. Es ist halt so bequem, in den alten Gleisen weiterzufahren und statt neue Energien rigoros zu fördern, will man mit Fracking und CCS Technologie den gegenwärtigen Status bis zum St. Nimmerleins Tag hinauszögern. Wir werden an diesem Beharrungsvermögen untergehen und deshalb ist die Nachricht im obigen Video sehr wichtig für uns alle.

Ein übles Vorbild sind auch die Lemminge, die angeblich kollektiven Selbstmord machen und es gar nicht merken. Man weiß nicht, ob es wirklich so ist, aber wenn es Lemminge in der Form gibt, dann sind wir es, die uns immer noch weismachen lassen, dass in Kohle, Öl und Erdgas oder gar im Atomstrom der Weisheit letzter Schluss liegt. Das sind Selbstmordambitionen für die gesamte Menschheit. Deshalb ist der Widerstand gegen CCS und damit auch gegen Fracking so ungeheuer wichtig.

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Heizen ohne Öl und Gas

Heizen ohne Öl und Gas ist in Dänemark seit 1. Januar 2013 Vorschrift für Neubauten. Ab 2016 dürfen auch keine alten Heizungen mehr in Altbauten ausgetauscht werden, wenn sie mit Öl oder Gas betrieben werden. Einzige Ausnahme ist Biogas. Das Gesetz oder die Verordnung dazu finden Sie hier als PDF direkt von der dänischen Behörde.
Da erkennt man den Unterschied zwischen den Legislativen (Gesetzgebungen) in Deutschland und der EU, wo die Gesetzestexte de fakto von den Lobbyisten der verschiedenen Interessengruppen geschrieben werden und in Dänemark, wo Gesetze dem ganzen Land nützen sollen. Das müssen wir leider noch eine Weile so hinnehmen. Der Fairnes halber muss erwähnt werden, dass der dänische Konzern Vestas (Windmühlen) nicht unerhelblich von dieser Verordnung profitieren wird.
Vielleicht hat die Bundesregierung so langfristige Lieferverträge mit den Russen und Norwegern vereinbart, vielleicht haben die “unabhängigen Experten” von RWE, EXXon oder Gasprom unsere Fachminister überzeugen können, mit was auch immer, man weiß es nicht.
Was nicht verschwiegen werden soll: Die Dänen führen eine neue Abgabe ein, die den Umstieg für die Betroffenen leichter machen soll. Sie wird aber wahrscheinlich nicht so hoch sein, wie das, was wir auf unseren Strompreis drauflegen müssen.

Das Video habe ich ausgesucht, weil es nicht immer Wärmepumpen braucht, um Wärme zu erzeugen. Ein ähnliches Gerät wurde während er ersten Ölkrise in den 1970igern durch eine Windmühle angetrieben und erzeugte Heizwärme. All die kleinen Tüftler und Erfinder müssen in Deutschland fürchten, von Medien, Monopolen und Oligarchen totgeschwiegen zu werden. Ist doch ganz einfach, oder haben Sie den großen Aufschrei in unseren teuren öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehört, der berichtet, dass Dänemark uns in Punkto erneuerbare Energien durch eine schlichte Verordnung überholt? Waren unsere Illustrierten und Zeitungen voll davon? Nur einige Blogs von Wärmepumpenfreunden haben diesem epochalen Ereignis einige Zeilen gewidmet.
Das komplette übrige Europa hat sich einfach darüber ausgeschwiegen. Warum wohl?

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New Energy Husum 2013

Hier sind Videos über die Messe für erneuerbare Energien in Husum. Das erste ist ganz aus der Sicht der BI gegen CCS aufgebaut worden. Leider sind die Beratungsgespräche im Hintergrundrauschen der Halle verloren gegangen. Ich musste daher Musik unterlegen.

Beim nächsten Video ist das Problem mit dem Hintergrundgeräusch der Hallen ebenso vorhanden. Man merkt es deutlich beim Statement des Herrn Obernauer aus Ladelund, bei dem Herrn der Fa. August Thoms, der Unger Reinwassergeräte vorführt und auch bei dem Herrn von Easy Wind hört man nebenan ein Trompetensolo. Da würde nur ein separates Tonsystem Abhilfe schaffen, aber dazu brauchte man 2 Leute. Am besten kommt die Dame am Schluss des Filmchens weg. Der Grund ist sehr einfach: Es war kurz vor 18 Uhr am Sonntag und die Menge der murmelnden Besucher war schon auf dem Heimweg. Ausserdem hatte die Dame eine schöne klare Stimme.
Wenn Sie als Aussteller oder Besucher etwas gegen den Inhalt des Videos einzuwenden haben, melden Sie sich bitte innerhalb einer Woche gerechnent vom 26. März 2013. Ich kann dann noch Änderungen vornehmen, wobei allerdings die gegenwärtige Fassung komplett von YouTube gelöscht werden müsste.

Ein Wort noch zu den Werbebotschaften im Internet. Anders als bei den periodischen Medien wie Zeitung, Rundfunk, Fernsehen und auch Flyer oder Plakate bleiben Botschaften im Internet praktisch immer sichtbar. Der Nachteil ist natürlich, dass das Publikum nicht die Zahlen erreicht wie ein Werbespot im TV. Dafür muss man im Internet als Werbender selbst sorgen.
Für meine Seiten kann ich hier mal einen Blick in meinen Besucherzähler gewähren:

Zur besseren Lesbarkeit kann man auf den Ausschnitt klicken. Dann sollte eine Vergrößerung erscheinen, die auch die kleinen Zahlen erkennen lässt. Dieser Zähler stammt vom Montagmorgen nach der Messe.

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Knast statt Altersheim (18)

Die vier merkten, dass das Auto eine ungeahnte Freiheit bescherte. Zwar war die Art der Geldwäsche auf dem Flohmarkt sehr mühselig, denn mit mehr als 1000 Euro pro Sonntag wagte Else die Einnahmen nicht aufzufüllen, umso mehr, als es praktisch keine realen Einnahmen gab. Nun musste man aber Grenzen beachten, die die Steuerfreiheit der Einnahmen gewährleisteten. Man durfte einfach nicht so viel verdienen, dass man in das Visier irgendwelcher Steuerfahnder kam.
Der Student, der auf den angeblichen Verkaufserfolg neidisch gewesen war, stellte auch bald das äußert mühsame Geschäft fest. Er hielt unsere Helden aber einfach für Verkaufskanonen und dachte im Leben nicht daran, dass sie ihre Kasse einfach mit ergaunertem Geld aufbesserten.
Nun hatte man ein altes Problem und ein neues dazu. Werner und Dieter, die ja immer noch im Altersheim in der Moltkestraße wohnten, wollten auch eine Wohnung mit mehr Privatsphäre und größerem persönlichen Freiraum. Wollte man eine Wohnung mieten und diese aus der Geldreserve bezahlen, so musste man das Vermögen schneller waschen.
Bei einer Besprechung meinte Else, sie werde sich ein schickes Hosenkostüm kaufen und die Herren sollten sich feine Anzüge und Hemden besorgen. Da der Werner die passende Figur habe, sollte er sich einen Maßanzug schneidern lassen. Dann könne man die „große Wäsche“ starten. Danach könne man über einen Exodus aus dem Altersheim beraten.

Zunächst konnte sich keiner vorstellen, was man mit so feinen Klamotten auf dem Flohmarkt machen sollte. Als aber alles so weit vorbereitet war, kam Else mit ihrem Plan heraus: Sie wollten ins Kasino. Gewonnenes Geld sei ein Jahr steuerfrei und bis dahin könne man viel davon ins Ausland schaffen, schließlich sei man zu viert. Man müsse so tun, als kenne man sich nicht, aber es sei ungeheuer wichtig, erst dann die größeren Summen zu spielen, wenn alle an einem Roulette Tisch säßen. Dann setze man jeweils Jetons im Wert von 500Euro. Dabei müssten 2 Leute auf Schwarz und 2 Leute auf Rot setzen. Gewinne Rot, würden aus 500 gleich 1000 Euro und die anderen 500 wären verloren. Umgekehrt grade ebenso. So würde man sehr wenig Geld verlieren und das System ließe sich auch noch mit 2 Personen spielen. Wenn nun zufällig einer ganz allein an einem Tisch säße, dann müsse 4 Spielmarken plazieren: Auf das erste Dutzend, auf das letzte Dutzen und auf die Zahlen 1-18 und 19 bis 36. Da bekäme man in der Regel 5 für 4 Jetons und in den wenigen Fällen mit einer Zahl auf dem mittleren Dutzend verliere man nur 2 Jetons. Gesagt, getan.
Es funktionierte auch nicht schlecht und so kannten Kassierer und Croupiers einiger umliegender Kasinos bald jeden Einzelnen der vier als mehr oder weniger gutsituierte Dame oder Herren, ohne zu wissen, dass sie zusammengehörten, denn in den Ausweisen der Helden standen unterschiedliche Adressen, bis auf die beiden Bewohner des Altenheimes. Hier erwies sich das Auto als Segen, denn sie fuhren mit dem Auto in eine fremde Kasinostadt, parkten auf einem bewachten Parkplatz und fuhren von dort mit dem Taxi beim Kasino vor. Dann spielte man einige Runden und danach wurden die Jetons in sauberes Geld eingetauscht. Bei einem Einsatzlimit von 1000 Euro ging es recht flott voran mit dem Geldwechsel und man musste aufpassen, dass man als Altersheimbewohner nicht auf einmal Tausende von Euro verspielte oder gewann. Denn bei Gewinnen stand beim Werner das Sozialamt im Hintergrund und hätte sich brennend für die Einnahmen interessiert. – Um die Sache zu beschleunigen, wurde auch vorgeschlagen, online in einem Kasino zu spielen, aber wer konnte den verschiedenen Anbietern trauen?

Else riet allen immer wieder, doch Geduld zu haben. Schließlich wolle man alles Erreichte nun nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Es verging fast ein Jahr, ehe sie etwas gefunden hatten, wo sie alle zusammen leben konnten und doch jeder für sich bliebe, wenn ihm danach sei. Der Abschied aus dem Altersheim für den Werner und den Dieter gestaltete sich jedoch mit Hindernissen, denn die Heimleitung war anscheinend auf jeden „Gast“ angewiesen und grade mit dem Gehbehinderten Dieter hatte sie etwas Besonderes vor. Für ihn wollte sie eine Pflegestufe beantragen. Danach würde der Zuschuss des Sozialamtes geringer werden und die Heimleitung könnte das Geld anders anlegen. Am Tag, als der medizinische Dienst (MD) die Einschätzung beim Dieter vornehmen sollte, lag dieser im Bett und konnte kaum sprechen. Man hatte ihm Haloperidol und Clozapin gegeben und nun machte er den Eindruck eines Schlaganfallpatienten. Der medizinische Dienst stufte ihn prompt auf Pflegestufe 2 ein, aber der Dieter brauchte mehrere Tage, um wieder klar im Kopf zu werden. Nun aber drang er noch stärker auf einen Auszug aus dem Heim. Jan schickte ein Schreiben an das Heim, dass er ein Vetter des Dieter sei und diesen an dem und dem Tag abholen werde. Dann fuhr er mit dem alten Auto vor und nahm den Dieter mitsamt seiner wenigen Habe in dem Kombi mit. Als Postnachsendeanschrift gab er seine eigene an. Damit war der Dieter frei.
Für heute habe ich Euch genug erzählt. Im nächsten Kapitel werden wir erfahren, wo die 4 jetzt zusammen hinziehen wollen.

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Knast statt Altersheim (17)

Else, Dieter, Werner und Jan hatten ihren großen Coup ausgiebig gefeiert. Ausgiebig war, was man in dem Alter als ausgiebig nennen konnte. Die Männer tranken bei dem Essen im goldenen Stier zwar jeder ein großes Bier und Else ein Gläschen Rotwein, aber ein großes Besäufnis wollte man sich nicht leisten, schon aus Vorsicht vor unbedachten Äußerungen in der Öffentlichkeit.
Eine Woche später hatte man zwar die Artikel in den Zeitungen verfolgt, wo man über das Verschwinden der gesamten Ladung des Panzerwagens berichtet hatte. Es seien keine Beschädigungen am Fahrzeug festgestellt worden und nur Fingerabdrücke und DNA Spuren der Fahrer konnte man berichten und die Geldsäcke blieben mitsamt Inhalt verschwunden.
Was die Polizei und die Presse nicht wissen konnte, werde ich jetzt dem geneigten Leser verraten: Die Geldsäcke wurden vom Werner in den Restmüllcontainer eines Autohauses geworfen und landeten so ohne weiteren menschlichen Kontakt auf einer Müllverbrennungsanlage. Ich denke mal, bis zum jüngsten Tag werden sie als Abgase und Asche in unserer Welt ohne weitere menschliche Behandlung verbleiben.
Die nächste Sorge unserer Protagonisten war die Legalisierung ihres Reichtums. Sie konnten das Geld nicht einfach mit vollen Händen ausgeben. Das wäre über kurz oder lang die sichere Festnahme geworden. So überlegt man, ob man über den Bodensee das Kapital in die Schweiz bringen solle. Dort könne man trotz des geplanten Abkommens mit dem deutschen Fiskus immer noch anonym bleiben, wenn man ein Teil des Geldes versteuere. Danach wäre dann ein problemloser Zugriff auf die Moneten möglich. Ein anderer Vorschlag war, einen Internetshop aufzumachen und langsam einen immer höheren Scheinumsatz zu generieren, das im Ringverbund, also einer kauft beim anderen, wie es auch große Konzerne machen, und damit dann nach und nach einen Teil des Geldes versteuern und so waschen. Wenn jeder vom seinem Kumpan Rechnungen in ähnlicher Höhe bekommen würde, wäre das Kapital auch auf lange Sicht völlig legal. Man brauche ja nicht viel, um sich ein wenig Luxus zu gönnen.

Man hatte auch noch einige Inseln, die als Steuerparadiese bekannt waren im Visier, darunter auch Zypern, wo viele Banken Bargeld in fast jeder Höhe entgegennehmen würden. Aus der CDU Spendenaffäre hatte man auch von Liechtenstein gehört, aber alles überzeugte nicht so richtig. Schließlich wollte man mit einem Flohmarkt beginnen. Auf Flohmärkten fragt man selten nach Gewerbeschein oder ähnlichen Dokumenten und zur Not könne man ja ein Kleingewerbe anmelden. Das Einzige Hindernis sei, man müsse ja irgendwie mobil sein, um Flohmarktwaren im Sperrmüll einzusammeln und dann damit die Märkte beschicken.
Else meinte, man dürfe nun nicht einfach einige 50 Euro Scheine nehmen und sich ein Last Taxi mieten, sondern man sei ja übereingekommen, so weiter zu leben wie bisher. Also müsse man jemanden fragen, der mit einem erst die Sperrmüllbezirke abfahre, damit man „Handelsware“ bekäme und dann auch Sonntags die freien Flohmärkte anfahre, damit man seinen Stand aufbauen könne und am Abend wieder abgeholt werde. Man fand schließlich einen Studenten, der ein Auto hatte und sich etwas zuverdienen wollte. Mit dessen Auto und seiner tatkräftigen Unterstützung fuhr man erst die Sperrmüllhaufen ab und landete dann Sonntag für Sonntag auf dem Flohmarkt.
Da man meistens nur Sonntags einen Markt beschicken konnte, dauerte es doch recht lange, bis man einige Tausender „legalisiert“ hatte, indem man bei der Abrechnung am Abend einfach ein Bündel des gestohlenen Geldes mitzählte und so aus einem Umsatz von 100 Euro eine Einnahme von 2 oder 3 Tausend machte. Das gefiel dem Studenten auch obwohl er nicht ahnte, wie diese hohen Umsätze zusammen kamen, wollte er es doch auch einmal probieren und auf eigene Rechnung und Gefahr eine solches Flohmarktgeschäft aufmachen.

Elise hatte über alle Einnahmen und Ausgaben minutiös Buch geführt und nun musste man wohl oder übel von dem schon legalisierten Geld einen gebrauchten Kombi kaufen, der übrigens auf dem gleichen Flohmarkt angeboten wurde, um weiterhin im Geschäft zu bleiben. Das sollte sich als ein wahres Schnäppchen erweisen.
Auf dem Kriminalhauptamt der Stadt kam man mit den Ermittlungen zum Mord an dem Kombifahrer auch nicht recht voran. Die beiden Fahrer des Geldtransporters mussten schließlich aus der Haft entlassen werden, denn man konnte ihnen höchstens grobe Fahrlässigkeit nachweisen. Einen Vorteil von dem Zinsgeschäft ihrer Vorgesetzten hatten sie nachweislich nicht gehabt. Der Privatdetektiv hatte für den wahrscheinlichen Zeitpunkt der Tat ein Alibi in einem anderen Fall, wo er mit einem Kollegen eine Scheidungssache observiert hatte. Den im Kombi gefundenen Zettel von den Geldsäcken hatte er nicht an die Polizei gegeben, weil der Herr Mommer die Herausgabe gefordert hatte, um ihn zu vernichten. Bis dato verlief alles im Sande.

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Knast statt Altersheim (16)

Damit ich nicht vergess` Ihnen zu erzählen: Mit über 3 Millionen Euro Beute hatten unsere 4 Freunde große Schwierigkeiten, den genauen Betrag zu erfahren. Immer wieder verzählte man sich und schließlich kam man überein, nur 500, 200 und 100 Scheine zu zählen. Das Gros der 50 wollte man wiegen und dann in 4 Portionen zu je gleichem Gewicht aufteilen. 20 Euro Scheine gab es auch wenige und 10 oder 5 fehlten fast ganz. Entweder hatte man nicht alle Säcke mitbekommen, oder die Firmen hatten Wechselgeld zurückgehalten, um das Tagesgeschäft abwickeln zu können. Die 50iger wurden auf eine Personenwaage gestapelt und ergaben 56kg, also für jeden 14kg Geld.
Während der Jan und die Else das Geld gerne sofort geteilt hätten, damit sie, die beiden die eine Privatwohnung hatten, nicht als Bank für die anderen fungieren mussten, schlug der Dieter vor, erst einmal auf Wechseltour zu gehen. Als die anderen verständnislos blickten, meinte er, man solle diverse Banken aufsuchen und jeweils 50 Euro Scheine in große Scheine, z. B. 200er oder 500er wechseln lassen mit der Vorgabe, man wolle ein gebrauchtes Möbelstück kaufen und wolle nicht mit so vielen Scheinen bezahlen. Damit könne man aus den 60 000 Scheinen vielleicht 6000 bis 10000 machen und so Aufbewahrung und Transport leichter regeln. Dem stimmten alle zu und sie kamen gleichzeitig überein, dass jeder seinen Gewichtsanteil an den 14 Kilo Geldscheinen auf eigene Verantwortung reduzieren solle.
Schließlich gelang die Scheine- und Gewichtsreduktion auf diese Weise bis auf 3 bis 3,5 kg pro Anteilseigner und das konnte auch eingermaßen unauffällig versteckt werden, wobei der Anteil des Dieter in der Wohnung vom Jan und der Anteil des Werner in der Wohnung von Else bleiben würde.
Obwohl man beschlossen hatte, ein ganzes Jahr “Gras über die Sache wachsen zu lassen” genehmigt man sich zu viert einen kleinen bunten Abend in einer bürgerlichen Gaststätte bei gutem Essen, einem Glas Wein, bzw. Bier und etwas Unterhaltung durch dem hauseigenen Witzeerzähler.
In der Zwischenzeit saßen beide Geschäftsführer der Fa. Herodot wegen Untreue und Unterschlagung in der Taubenstraße im Untersuchungsgefängnis. Da die Kriminalpolizei auch das Verschwinden der Tageseinnahme aus dem Geldtransporter mit den beiden in Verbindung brachte, konnte man nicht erwarten, dass sie sobald aus der Haft entlassen würden. Über den Detektiv kam die Kripo auch an die beiden Fahrer heran und da der eine durch gewaltsames Fremdeinwirken gestorben war, wurde nun auch wegen vorsätzlichen Mordes gegen die beiden Geschäftsführer ermittelt. Über den Hondia Fahrer kam die Kripo schließlich zu der Adresse, zu der er angeblich für ein Tete a Tete bestellt worden sei. In der angegebenen Wohnung lebte aber ein alleinstehender Monteur, der zur Zeit des Geldraubs aber in Kelsterbach auf Montage im Stahlbau gewesen sei. Dafür habe der Monteur seine gesamten Kollegen als Zeugen. Da sie auch im gleichen Hotel wohnten, hatte er keine Zeit, die 600 km in die Hafenstadt zu fahren und pünktlich zu Schichtbeginn um 20 Uhr abends wieder zurück zu sein. Auch der hatte weder mit dem Geldraub noch mit dem Mord etwas zu tun. Dann gab es noch die Theorie, der Hondia Fahrer hätte den Kombieigner im Streit um die Beute erschlagen, aber auch diese Spur führte nicht weiter, weil die beiden sich nachweislich nicht gekannt haben. Daher konnten sie auch nicht gemeinsam den Raub begangen haben, und die Kripo behielt die beiden Geschäftsführer der Fa. Herodot in Haft.
Es scheint alles auf dem Kopf zu stehen, wie im Video von YouTube:

Wir müssen an dieser Stelle schnell einen Ausflug zum Kriminalobermeister in seiner Nebenstelle der Kripo in der Stadt machen. Mit dem Mord hatte diese Stelle nichts zu tun. Der wurde in der Hauptstelle aufgeklärt, aber Peckermecker kma mit seinem Fall, dem Sparkassenraub am Zentralfriedhof, einfach nicht voran. Heimlich schaute er in die Akten des Baumarktraubes und ihm fiel auf, dass es tatsächlich Übereinstimmungen gab: In beiden Fällen war der Akteur seltsam langsam und steif in seinen Bewegungen. Es gab in beiden Fällen kein Fluchtauto und im Falle des Baumarktraubes gab es sogar eine Phantomskizze des Täters. Je länger Peckermecker das Phantombild anschaute, desto mehr hatte er das Gefühl, dass irgendetwas an dem Mann nicht normal war. Er kam aber zunächst nicht darauf, was das sein könnte.
So war man von der Aufklärung der Verbrechen weiter entfernt denn je. Zudem wurde die Sache mit dem Geldtransporter wegen des damit verbundenen Mordes noch in einer anderen Dienststelle bearbeitet. Gute Voraussetzungen für unsere 4, weiterhin ungeschoren zu bleiben.

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