Versorger müssen ins Endlager

Seit den späten 80 Jahren hat man uns schon gewarnt. Das Öl werde sich in 20 Jahren verknappen und gegen Auslauf seiner Ära arg verteuern. Trotzdem haben wir uns dicke Autos mit großem Verbrauch gekauft und Autos mit geringen Treibstoffkosten waren Ladenhüter. Nun auf einmal schreien alle, das hätte man ja nicht ahnen können und die Spekulanten seien Schuld.

Spritfresser

Sicherlich haben die Spekulanten, die Ölkonzerne, die Regierung und was weiß ich wer einen Teil der Schuld an den hohen Treibstoffkosten; sie machen jedoch nichts anderes, was auch von uns jeder in der Situation machen würde: möglichst viel Geld zu verdienen. Wenn das Erdöl sowieso bald am Ende ist, dann müssen sie ja auch noch einmal heftig zulangen, ehe die Quelle ihres Reichtums versiegt. Traurig, aber menschlich, allzu menschlich.

Wenn man auf die Straßen schaut, besonders auf die Autobahnen in Deutschland, dann scheint der Sprit immer noch viel zu billig. Die Straßen sind voll bis zur Verstopfung, es wird unvernünftig mit vielen Überholmanövern gefahren, die beim Beschleunigen besonders viel Treibstoff fressen. Es scheint nichts auf die Kostensituation hinzuweisen.

Erinnern wir uns: Auch im Krieg wurde der Treibstoff knapp und man arbeitete fiberhaft an der Verflüssigung der Kohle, das gelang. Im Sterling-Motor kann mit jedem brennbaren Stoff, sei es Koks, Kohle, Torf oder Schweröl gefahren werden, leider zu groß und klobig. Deutsche Uboote laufen mit Brennstoffzellen – Übrigens fast völlig lautlos, was auch dem Straßenverkehr in Innenstädten gut täte – und auch noch ohne Abgase. Warum wird dort nicht weiter geforscht, wenn doch die Ölkrise abzusehen war. Gleich nach dem Krieg, als die Besatzer die Deutschen ohne jeden Tropfen Benzin ließen, haben wir Motoren für Holzvergaser gebaut, und auch damit ging es voran.

Jetzt bin ich auf eine Sache aufmerksam gemacht worden, die unbedingt erledigt werden müsste: Erledigt werden müssten die sogenannten Versorgermonopole. Solange RWE, Vattenfall, Eon, EnBW oder wie sie alle heißen auch bei Elektro- oder Wasserstoffautos ihre Machenschaften voll entfalten können, werden allemal ein paar Aktionäre davon profitieren, nicht aber die Masse der Bevölkerung. Der nächste Artikel gehört auch dazu. Bitte zum besseren Verständnis auch lesen.

Für meinen Geschmack kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass das Elektroauto eine Totgeburt ist. Eher die Batterietechnik in der Kapazität auch nur annähnernd mit der Reichweite des Ottomotors messen kann, wird noch viel Zeit ins Land gehen. Die Wasserstoffalternative mit Brennstoffzelle scheint eher in Reichweite als Standart für den Individualverkehr zu sein. Bisher scheint Mercedes vielversprechend daran zu arbeiten.
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