Summa cum fraude

Das soll das Gegenteil von SUMMA CUM LAUDE bedeuten (lat. FRAUDIS=Betrug, Täuschung) und zielt ausdrücklich nicht auf den Herrn von und zu Guttenhausen. Gegen den gibt es genug hämische Häscher im Netz und da wird für mich die Sache langweilig. Meiner unmaßgelblichen Meinung nach ist Herr von und zu Münchberg keinesfalls ein Einzelexemplar. Aber sein Beispiel hat wiederum deutlich gezeigt, wie notwendig die gegenwärtig agierenden Politanarchisten ein zensiertes Internet brauchen. Auch die terminierte Löschung von Inhalten nach einer bestimmten Zeit – natürlich und willkürlich von den Regierenden festgelegt – kommt diesen sehr entgegen.  Solche Peinlichkeiten wie die des Innenministers Höcherl oder des im „Texte verstottern“ begnadeten Edmund Stoiber wären nach Jahr und Tag im Internet unauffindbar. Niemand könnte mehr nachlesen, dass Franz Josef Strauss die Spiegel-Redakteure wegen angeblichen Landesverrats in Spanien in einen Ziegenstall einsperren ließ.

Andererseits wundere ich mich über den zensorischen Eifer des anscheinend einzigen rechtsfreien Raumes in Deutschland. Ist doch der “ Hunderttausend Mark erhalten Vergesser“ Finanzminister geworden und der gleichen Logik nach hält man halt einen Hochstapler als Verteidigungsminister.  Es wäre mir ein Leichtes, noch andere Beispiele anzuführen, von ganz oben bis hinunter in die Kommunalpolitik. Den römischen Grundsatz: Über das Können hinaus ist niemand verpflichtet! scheint man von vornherein einzukalkulieren, denn beim politischen Misserfolg kann man sich damit rechtfertigen.

Mich treibt nur um, dass wir bei der nächsten Wahl endlich einmal aufpassen. Ein alter Video-Spott von mir scheint aktueller denn je:

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