Nach dem Gau ist vor dem Gau

Kennen Sie Weg-werf-Menschen? Menschen, die man einfach so verheizt, in einen qualvollen Tod schickt, um eine eigene Schlampereien zu bereinigen?
Das fing schon im kalten Krieg an. Die Amerikaner schickten Soldaten in der Wüste Nevada, wo kurz zuvor (Stunden) ein Atombombenversuch stattgefunden hatte in die verwüsteten, verstrahlten Testaufbauten. Ebenso wurden im Bikini-Atoll Eingeborene und US Soldaten als Versuchskaninchen in die Strahlung geschickt, „um mögliche Folgen zu studieren“.
In Chernobyl wusste man schon, was die Leute erwartet, die man zur Bekämpfung des atomaren Feuers direkt an den Strahlungsherd schickte. Auch die gingen nicht ganz freiwillig.
Nun ist es in Fukuschima wieder so weit. Ob die „Helden“ wirklich freiwillig die Opferrolle spielen, bleibt zu bezweifeln. Ist es nicht vielmehr entweder der Gruppenzwang oder doch der Zwang der Obrigkeit, die mit dem schlampigen Betreiber jahrelang gekungelt hat, damit teure Sicherheitsmaßnahmen nicht angewendet werden brauchten?

Jedem Mitarbeiter, der traurig über die Schließung „seines“ KKW in Deutschland ist, möchte ich fragen: Was ist Dir lieber, die Dienstmarke abgeben, oder den Löffel abgeben. Willst Du auch ein Wegwerfmensch werden, wenn Dein AKW zum GAU wird?
Da hilft es wenig, wenn es in Deutschland ein Unternehmen gibt, welches als eine Art kerntechnische Feuerwehr fungiert. Im richtigen Ernstfall werden die wenigen Spezialisten nicht ausreichen und sie sind auch immer auf die Ortskenntnisse der Stammmannschaft angewiesen.

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