Nous sommes Charlie!

Eigentlich hätte man gedacht, dass so etwas nicht mehr in Europa passieren könnte, wie in Paris in den ersten Januartagen des Jahres 2015. Leider müssen wir feststellen, dass es immer wieder passieren kann und dass es überall passieren kann. Die ungeheure Dämlichkeit, mit der die Mörder dort vorgegangen sind, spottet jeder Beschreibung und läßt den Betrachter sprachlos zurück. Hatten wir das finstere Mittelalter nicht überwunden geglaubt? Hatten wir nicht geglaubt, das Fälle wie Leonardo, Gallileo, Luther oder die berüchtigte Inquisition und Hexenverfolgung nie mehr passieren könnten?

Ein Gott, der sich vor Schriften, Zeichnungen, Fotos oder Filmen fürchtet, der muss sehr verletzlich sein und kann letztlich nicht allmächtig genannt werden. Das gilt für Christen, Juden und Muslime gleichermaßen und allen Gläubigen, die sich verletzt fühlen beim Anblick solcher Medien, kann ich nur sagen: Es ist nicht Allah, es ist nicht Jahwe, es ist nicht Gott, der dort karikiert wird, es ein fiktiver von alten Säcken mit Betonköpfen erfundener „Gott“, Betonköpfe, die den Namen Gottes für eigene Zwecke mißbrauchen. Solche Irren, die von ihren Anhängern die größte Gotteslästerung, den Mord an unbewaffneten, harmlosen Menschen verlangen, sollten in ihren Staaten bleiben, wo sie nach Herzenslust im Mittelalter leben können. In einer aufgeklärten Gesellschaft haben diese wirklich nichts verloren, da haben die Pegida – Leute wirklich recht. Andererseits schießen diese weit übers Ziel hinaus. Alle friedlichen Muslime wehren sich mit Recht gegen den Generalverdacht wegen der wenigen Mörder und Halsabschneider. Als Christ möchte ich auch nicht mit den Morden der Inquisition, mit den Glaubenskriegen, mit der lustvollen Verbrennung von Abweichlern oder auch mit manchem modernen Gehabe einiger „Christen“ zu tun haben. Allerdings muss man auch sagen, als der Staat Israel die Kriegsverbrechen an den Palästinensern vollzogen hat, wurden viele Juden in manchen Städten Opfer von muslimischen und christlichen Stänkereien. Darüber sollte man auch mal nachdenken, von den Verfolgungen der Christen in einigen muslimischen Ländern ganz zu schweigen.
Immer, wenn in der Geschichte alle Religionsgemeinschaften irgendwo und irgendwann friedlich nebeneinander lebten, entstanden Blühtezeiten von Kultur, Kunst und Wissenschaft. Daran sollten wir uns alle dringend erinnern.

Viele kluge Vorschläge sind schon gemacht worden, um solche Ereignisse zu verhindern. Von Aufklärung bis zu neuen Gesetzen und permanenter Überwachung. Leider bleibt ein Teil dieser Verantwortung an den Muslimen hängen, denn weder von Juden, Christen, Freidenkern Buddhisten oder Hindus hat man gehört, dass sie sich zu Alkaida oder zum Islamischen Staat bekennen und für diesen kämpfen möchten. Natürlich habe ich auch keine Patentlösung, aber die „chancenlosen“ jugendlichen Einwanderer sollte man mit anderen Mitteln überzeugen. Da hier der Islam die größte Rolle bei dieser Gruppe spielt, sollten jene, die es bei uns zu Wohlstand und Integration gebracht haben, eine Stiftung gründen, die diese jugendlichen von der Straße holt und sie für nützliche Ziele interessiert. Es ist besser, das leistet eine islamische private Institution als der deutsche Staat. Außerdem hat er bei solchen Einrichtungen anscheinend immer zu wenig Geld. Wenn z. B. ein Einwanderer Jugendtreff von einer privat getragenen Stiftung unterhalten würde, dann kämen sicherlich mehr Jugendliche dort freiwillig hin. Dann könnte man es noch so einrichten, dass auch deutsche oder gut integrierte Menschen regelmäßig dort Besuche abstatten. Hier eine zweite Meinung darüber.

Koalitionsverhandlungen

Manche Parteien, nicht nur die FDP, wundern sich, wieso so wenig Menschen sie wählen. Nun, wenn ein grüner Umweltminister in Schleswig-Holstein das ganze Land an die von der Fracking-Lobby bezahlten Erkundungsfirmen verkauft, dann dürfen sich die Grünen nicht wundern, wenn kaum noch ein umweltbewusster Mensch glaubt, dass Bündnis90-die Grünen seine Vorstellungen im Bundestag vertreten werden. Die Technologie des gewaltsamen Aufbruchs des unterirdischen Gesteins um die eingeschlossenen letzten Gas- oder Ölreste zu gewinnen ist nicht umstritten, sie ist nachweislich in höchstem Maße umweltschädlich. In den USA und Kanada hat man das einwandfrei festgestellt, auch wenn die Stromkonzerne das abstreiten. Wie passt das also mit grünen Idealen zusammen?
Die SPD, die nur für die Stimmen weniger 1000 im Bergbau noch Beschäftigen ganze Dörfer für den Abbau der Braunkohle platt machen lässt, hat nichts dazu gelernt. Wo bleiben Fortschritt und Inovation, wenn man die Stimmen weniger Beschäftigter in den einschlägigen Technologien höher ansetzt als das Gemeinwohl? Was ist das für eine Logik, wenn man mit CCS schädliches Klimagas nicht vermeiden will, sondern für künftige Generationen todbringend in der Erde speichern möchte und dabei noch die letzten Resourssen an Kohle und Öl beschleunigt vernichtet, denn CCS verbraucht eben ein Mehr an jener Energie, deren schädliche Umwelteinflüsse sie vorübergehend „verstecken“ möchte. Schöne Koalitionsverhandlungen.

Darf die deutsche Autoindustrie wirklich alles, hat sie wegen der großen Anzahl von Arbeitsplätzen Narrenfreiheit in Deutschland? Warum drängt die Politik nicht auf die Installationvon Wasserstofftechnik? Schleswig Holstein könnte mit dem durch Windstrom erzeugten Wasserstoff  seinen Strombedarf decken und auch noch saubere Mobilität generieren. Den wählern scheint es, als gäbe es nur Koalitionen zwischen der Politik und der Industrie.

Bleibt noch die CDU? Beileibe nicht. Diese Partei profitiert von dem ehrlichen Gesicht der Kanzlerin, denn wie es dort hinter den Kulissen läuft, hat man bei der Parteizuwendung durch die Familie Quandt(BMW) gesehen. Auch Kanzler Kohl hatte schon ein solches Luxusproblem der Zuwendungen. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing! So wurde nach den Religionskriegen verfügt. Es scheint immer noch zu gelten. Die Schwesterpartei CSU tat sich in der Beschäftigung aller Familienmitglieder in lukrativen öffentlichen Jobs durch die Abgeordneten dieser Partei hervor. „!Vamos, Amigos!“
Nach all diesen Eskapaden wundert es mich, dass immer noch so viele Menschen in Deutschland wählen gehen, oder den alten Krampf immer wieder an die Macht bringen. Es ist abzusehen, wann dieser Krampf den Weg der FDP gehen wird: Bedeutungslos in Koalitionsverhandlungen.

Warum die Amerikaner so wild auf Fracking sind

Wenn Sie mal ein wenig zu lachen haben wollen, dann empfehle ich Ihnen diese Seite wärmstens!      (wurde leider vom Nutzer entfernt. ) Warum die Amerikaner so wild auf Fracking sind, hat wohl mit der Mentalität iher Regierungen zu tun. Die Großkonzerne, die den Wahlkampf finanzieren, suchen sich immer leicht zu beinflussende Individuen als Präsidenten.

Es ist natürlich immer falsch bestimmte Eigenschaften auf ein ganzes Volk zu pauschalieren, aber gerade die Amerikaner haben sich da in der jüngsten Vergangenheit einen gewissen Nimbus der Ignoranz geschaffen, wozu einen großen Beitrag auch der Präsident George Walker Bush beigetragen hat. Er ist unter den Völkern keine Ausnahme, ich darf uns Deutsche da nur an Präsident Lübke erinnern. Auch der russische Präsident Jelzin erlangte eine stille Berühmtheit, aber dieser muss einem deutschen Sprichwort zu Folge zur Intelligenz gezählt werden; heißt es doch so schön: Dummheit frisst, Intelligenz säuft.
Nun hat die Unkenntnis eines deutschen Politikers, der eh nur präsidieren sollte, nicht den gleichen Einfluss auf die Weltpolitik wie ein Präsident in den USA, der ja z. B. auch Oberbefahlshaber der Streitkräfte ist.

Nach der Betrachtung des obigen Videos muss man nun befürchten, das der Morbus Ignorantus in weiten Teilen der US Administration bis hinein in die Streitkräfte grassiert. Da mag der Leuchtturm Leuchtturm sein, er hat der US Flotte gefälligst auszuweichen, was immer es kosten möge.
Das gleiche sture stupide Prinzip wird derzeit von der Industrie im Hinblick auf Fracking praktiziert. Mögen Vieh und Menschen sterben, das Grundwasser verseucht werden oder Frösche mit sechs Beinen geboren werden. Augen zu und durch. Naachtrag: Die sechsbeinigen Frösche sind nicht unmittelbar auf Fracking zurückzuführen, sondern auf einen Parasiten.

Wir „Normalbürger“ sind in der Lage jenes bedauernswerten Menschen, der sich ein Haus bauen lassen wollte. Die Maurer waren nicht sachkundig und so kam ein seltsames Gebilde heraus. Die Fenster waren mit Mörtel sauber verputzt und dafür hingen die Wände in Scharnieren und konnten aufgeklappt werden. Das Walmdach hatte den First nach unten und wenn man dort eintritt, dann bemerkt man, dass die Decke gefliest ist und ein Teppich dort hängt. Dafür ist der Fussboden weiß gestrichen und es stehen Lampen an einem Kabel aufrecht, als würden sie an der Decke hängen. Geht man jetzt die Treppe hinunter, dann kommt man in den ersten Stock. Die Treppe nach oben führt jedoch in den Keller. Geschirr und Besteck liegen im Kleiderschrank und in der Küche hängen Kleidung und Unterwäsche. Im Bad gibt es kein Wasser, sondern den Stromzähler und wenn man Lüften will, muss man halt eine Wand aufmachen.


Wenn Sie das letzte gesehen haben, ist es dann noch so unwahrscheinlich mit dem seltsamen Haus? Ich denke nicht, denn wir müssen alle darin leben. Nur mit viel Geld kann man sich rauskaufen, und nun weiß auch jeder, warum die Amis so wild auf Fracking sind. Unsere Politiker in der Welt sind vergleichbar sachkundig wie der oben beschriebene Maurer oder anders ausgedrückt: Kaum einer der Damen oder Herren hat einen Führerschein zum Führen eines Volkes.

Nun schein Donald Trump diese Eigenschaft noch einmal in eine höhere Oktave bringen zu wollen.

Das Jahr des Holzpferdes

Am 31. Januar 2014 begann das chinesische Jahr des Holzpferdes. Ebenso wie im vergangenen Jahr der Wasserschlange einige Ereignisse den Vorhersagen genau entsprachen, so scheint auch die Energie und Wildheit des Holzpferdes den chinesischen Astrologen Recht zu geben. In der Ukraine und auf der Krim sind  die Geister, die man eilfertig rief, nicht mehr unter Kontrolle zu bekommen. Nun stehen alle bedeppert da und wundern sich, dass der Wind, den sie gesät hatten, zu einem Sturm, ja fast zu einem Orkan geworden ist. Und das Holzpferd (Putin) hat immer noch Energie und lässt sich durch halbherzige Beschwichtigungen kaum beruhigen. Dass die Russen auf der Krim und in der Ostukraine so beliebt sind, das kann man doch verstehen. Schließlich haben sie mit der Explosion des Kernkraftwerkes Chernobyl der Ukraine ein Open Air Museum „geschenkt“, worin man die Wirkung radioaktiven Mülls noch Jahrtausende in die Zukunft studieren kann. cropped-hund1.jpg
Einen Hund kann man vielleicht mit einem Knochen beruhigen, ein Pferd wird damit nicht zufrieden sein. Man sollte auch bedenken, dass Pferde Fluchttiere sind und bei entsprechendem Anlass sehr schnell in Raserei geraten können, wobei sie ungeahnte Kräfte entwickeln können. Dann treten sie Zäune und Gatter nieder und machen auch vor Mauern kaum Halt, sei es durch Überspringen oder auch durch Zerstörung.
Gespannt darf man auch auf die Europawahl sein. Sind die Menschen tatsächlich so dusslig, dass ihnen die wenigen vernünftigen Entscheidungen der EU Kommission die Fülle von haarsträubenden Fehlentscheidungen aufwiegen? Allerdings: Bei aller Schmähung der EU Kommission darf man nicht vergessen, dass nationale Interessen deren Entscheidungen sehr stark beeinflussen. So dürfen wir Deutschen uns mal wieder an die eigene Nase fassen, wenn wir jetzt genmanipulierte Pflanzen auf den Äckern haben, weil Deutschland kein Veto gegen deren Anbau in der EU eingebracht hat, was auch für die Grenzen des CO2 Ausstoßes bei KFZ Flotten der Hersteller gilt, wo deutsche Interessen schärfere Regeln verhindert haben.
So mag man sich fragen, ob die zerstörerische Energie des Holzpferdes einige große „Volks“parteien ankokelt und erdrutschartige Siege einigen Splitterparteien bringt. Das Verfassungsgericht hat die Prozentklausel bei den Europawahlen gekippt, ein Teil zur Rückkehr der Demokratie, denn jede Stimme zählt und wie laut Grundgesetz vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind, sollten bei der Wahl auch alle Stimmen gleich sein.

Knast statt Altersheim Teil 9

Nachdem also der Werner die Maskierung als glatzköpfiger Rucksacktourist abgelegt und den Rucksack zu einer Sporttasche verwandelt hatte, ging er am Ufer des Flusses den schmalen Weg entlang bis zur nächsten Bushaltestelle in Richtung Innenstadt. Er bekam sogar einen Sitzplatz und fuhr so in die Wohnung von Jan, wo sich alle treffen wollten. Die Tasche kam Jan sehr schwer vor, und er begann schon auf dem Weg zu rechnen: 40 Bündel mit je 50 Euroscheinen hatte er beim Einpacken gezählt. Wenn jedes Bündel 10 Scheine enthielt waren es immerhin 20 Tausend Euro, der Coup hatte sich schon besser gelohnt meinte er im Stillen.
Als die Freunde zu zählen begannen, staunten sie nicht schlecht. In jedem Bündel Scheine waren 100 Stück, so dass allein die Fünfziger schon 200 Tausend Euro ausmachten. Dazu kamen 30 Zehner und 8 Bündel mit Zwanzigern. Das waren dann alles in allem 246 Tausend, die sie erbeutet hatten.

– Nachdem der erste „Schreck“ vorbei war, gingen die Meinungen auseinander, was jetzt anzufangen wäre. War nun der gesicherte Lebensabend im Knast überhaupt noch anzustreben? Konnte man nicht mit dem Geld herrlich und in Freuden leben? Nach einigem kühlen rechnen kam man zu der Auffassung, dass man bei sparsamster Lebensführung zu dritt höchsten 8 oder 9 Jahre von dem Geld leben können, und dann wäre alles ausgegeben. Man entschied sich, das Geld gut zu verstecken und in Ruhe weiteres Vorgehen zu überlegen.

Nach einigen Tagen fiel Else eine Zeitung in die Hand, in der ein Bismarckhering eingewickelt war, den sie nach einer Vorstellung zu Hause verspeisen wollte. Ihr Blick fiel auf einen Bericht über den Raub im Baumarkt und dabei auf ein Fantombild, dessen Gesichtszüge ihr seltsam bekannt vorkamen. Wo hatte sie so einen glatzköpfigen Osteuropäer schon mal gesehen?

Nach einigem Nachdenken fiel der Groschen und sie musste erkennen, dass sie dem Werner zu einem Raubüberfall verholfen hatte. Wenn sie jetzt zur Polizei ginge, würde man ihr glauben, dass sie nicht gewusst habe, wofür die Maskierung? Es würde eine Untersuchung geben und der Job beim Theater wäre futsch. Und wenn der Werner garnichts mit dem Überfall zu tun gehabt hätte? Irgendwie traute sie dem kleinen unscheinbaren Mann nicht zu, fast eine viertel Million zu erbeuten.

 Durchfall unterm Galgen!

Ob Else wohl irgendwie herausbekommen könnte, ob der Werner und seine Freunde bei dem Verbrechen dabei waren? Else beschloss, die ganze Sache zu überschlafen und bei Gelegenheit den Werner zu beobachten, ob er mehr Geld ausgebe, ob er sich Sachen leiste, die von seinem Altersheim Taschengeld nicht zu realisieren seien usw. Vielleicht könnte sie ihn ja auch einmal einfach fragen, ob er dabei gewesen war, ganz zwanglos, ganz neutral, eher belustigt? Aus klassischen Theaterstücken wusste sie, dass man äußerst gefährlich leben konnte, wenn man den Dieben zu sehr “ auf die Nerven“ ging, deshalb wollte sie alles, wenn überhaupt, ins Lächerliche ziehen und jeden Bierernst vermeiden. Brauchte sie etwa nur zu warten, bis eine neue Aktion der drei starten sollte und dann genau die Zeitungen nach dem Coup studieren, dann wüsste sie auf jeden Fall Bescheid.
Können die drei von der Opa Bande überhaupt noch aufhören, nachdem sie soviel „Blut“ geleckt haben? Ist der Knast noch erstrebenswert als sicherer Hort fürs Alter? Was werden sie mit dem vielen Geld anfangen? Werden sie sich auffällig benehmen, sozusagen verrückt spielen? Die Geschichte könnte sich zuspitzen, aber in der nächsten Folge werden wir erst einmal die Sache von der Polizei-Seite recherchieren. Bis dann.

Knast statt Altersheim Teil 8

Wo der Amtsschimmel wiehert...Jetzt kommt Else ins Spiel. Unsere 3 Protagonisten waren ja alle männlich und viele Leser haben schon gedacht: Sind denn keine Damen in dieser Geschichte gewesen? Doch, es waren Frauen dabei, wie im richtigen Leben auch. Der Übersicht wegen habe ich sie bisher weggelassen, im fertigen Roman werden sie aber eine wichtige Rolle spielen.
Else aber, die in Wirklichkeit Elisabeth Wilhelmine Brammser hieß, betritt jetzt die Bühne, weil unsere Helden einfach auf sie angewiesen sind. Aber alles der Reihe nach.
Den Erfolg des Bankraubes konnte man nur mit kläglich bezeichnen und nachdem die Kumpels in Zeitungen und vom Hörensagen erfuhren, dass sie nur mit Glück und Zufall vor einem Fiasko bewahrt geblieben waren, sannen sie auf andere Heldentaten. Schließlich wollten sie sich vor ihrem Lebensabend in einer Vollzugsanstalt noch einmal etwas leisten können. Viel „Bewegungsgeld“ war ja immer noch nicht vorhanden und so dachte man, es wäre mit der bestehenden Ausrüstung am ehesten möglich, ein Kaufhaus außerhalb der Stadt einen Besuch abzustatten. Man wolle nun zuerst ein geeignetes Objekt aussuchen, dann dort recherchieren, wann die Tageseinnahmen abtransportiert würden und kurz davor zuschlagen.Zunächst wurde der Werner auf den Bahnhof geschickt, um alle Papierkörbe nach Zeitungen mit Anzeigen von Aktionstagen der Kaufhäuser abzusuchen. Der Bahnhof war in der Nähe seines Altersheim und daher hatte er sich freiwillig gemeldet, denn schließlich konnte er wenigesten einige Tage der erdrückenden Langeweile des Heimes entfliehen. Mit den Zeitungen traf man sich in der Wohnung vom Jan und hatte bald 3 Objekte in die engere Wahl gezogen, die noch einer Überprüfung nach Verkehrslage und -anbindung standhalten mussten. Sie konnten sich ja kein Auto mieten oder mit dem Taxi vorfahren.

Man fand einen Baumarkt in der Nähe des Flusses, wo die Linie 81 der städtischen Verkehrsbetriebe hielt. Dort – so bekam man heraus – wurde gegen 10 Uhr vormittags die Tageseinnahmen vom Vortag abgeholt. Die Umgebung schien eine Flucht zu Fuß zu begünstigen, weil neben dem riesigen Parkplatz die mit Gestrüpp und Buschwerk bewachsene Flußaue begann. Ein idealer Ort.

Nun konnte man aber nicht maskiert im Rentnertempo über den Parkplatz ins Gebäude schlendern. Auch in der dunklen Jahreszeit war der Parkplatz immer hell erleuchtet. Was konnte man also tun. Hier hatte der Werner mit seiner Theatererfahrung die rettende Idee: Er erinnerte sich an Else, die Maskenbildnerin. Nachdem Else geschieden war und wieder am Aladin Theater anfing, hatte er sie einige Male besucht, weil er innerlich immer noch ein wenig Heimweh zur Bühne hatte. Dabei erfuhr er, dass Else mit ihren 67 Jahren immer noch arbeiten musste, weil ihr geschiedener Mann kaum Rentenanspruch erworben hatte und sie hatte nur 15 Beitragsjahre mit geringem Verdienst.

Bei seinem Besuch nach einer Generalprobe erzählte er Else, er hätte mit 2 Freunden gewettet, dass sie deren Aussehen so verändern könne, dass ihre eigenen Mütter sie nicht wiedererkennen würden. Ob sie wohl alle 3 so im Aussehen verändern könne, dass er die Wette gewönne. Else traute sich das mit ihrer langjährigen Erfahrung ohne Weiteres, so dass sie einwilligte. Sie wolle die Schminke und Zubehör jedoch nicht beim Theater stehlen, sondern auf Kosten der 3 Freunde selbst einkaufen. Dann solle die „Verwandlung“ an einem Tag stattfinden, wo keine Vorstellung oder Generalprobe sei, damit sie genügend Zeit hätte.

Jetzt konnte also das neue Abenteuer starten. Else hatte wieder einmal ein Meisterwerk abgeliefert und daher fuhren and einem Tag zur Abendbrotzeit in der Linie 81 ein hinkender Obdachloser, ein Möchtegern jugendlicher Liebhaber mit gefärbten schwarzen Haaren und ein glatzköpfiger Rucksacktourist zum Baumarkt. Diesmal sollte der Werner, der Rucksacktourist, den Hauptpart übernehmen, weil er aus seiner Theatererfahrung noch verschiedene Dialekte imitieren konnte. Das würde gut zur Verkleidung passen.

Hier soll keine Anleitung zur Beraubung von Baumärkten geschildert werden, wie man z. B. nur hinter einer Kassiererin, der man unauffällig die Pistole ins Kreuz hält, in das Geldbüro kommt, und dann gleich aber Fakt ist, dass der Werner in seinem Rucksack so viele gebündelte Euro Scheine verstauen musste, dass er kaum den Sack auf den Rücken bekam. Er schärfte dem Geschäftsführer in nachgemachten Ostblockdialekt noch ein, dass er mindestens 30 Minuten mit dem Alarm warten solle, da sein Kumpel als Scharfschütze im Cafee sitze und ihn gnadenlos erschießen würde, wenn der Alarm zu früh losgehe. Dann ging er zügig aber ohne Hast nach draußen und hinter der öffentlichen Toilette am Parkplatz verschwand er im Gebüsch des Flußufers.

Dieter, der „lahmende Obdachlose“ machte sich mit seiner Buskarte wieder zurück in die Innenstadt und auf halben Wege kam mit Tatü, Tata schon das Überfallkommando in Richtung Baumarkt. Jan, der „jugendlich – sein – wollende – Liebhaber“ stand an einer Würstchenbude auf dem Parkplatz und fühlte sich in seiner Verkleidung völlig sicher. Er hatte dieses mal keinerlei Probleme mit der Verdauung und so nahm er zwei Busse nach Dieter die Linie 81 in die Stadt hinein. Das Abenteuer war zu Ende.

 

Bild: Tja, die Rände is sischä! Aber nur für Abgeordnete und Politiker.

 

Nun seid ihr sicher gespannt, was diese Tour „eingebracht“ hat. Ich kann euch verraten, diesmal war es wirklich lohnend, 78 Geldbündel hatte der Werner im Rucksack, aber darüber später mehr. Dann erfahrt ihr auch, wie Else zum Problem werden könnte. Also schaut mal wieder herein.